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Robbie rockt - ein Bild von 2006.

Robbie Williams: Kino statt Konzerte, Ayda statt Affären

Robbie Williams macht wieder Musik, aber Konzerte geben will er vorerst nicht. Bis auf eins. Das läuft weltweit zeitgleich im Kino – auch in München. Außerdem will der Popstar heiraten.

In München

zeigt das Cinema (Nymphenburger Straße) das Konzert. Die Vorführung (20. Oktober) beginnt um 20.45 Uhr. Unbedingt schnell Karten sichern: Der Vorverkauf mit Platzreservierung beginnt am morgigen Freitag um 12 Uhr, Telefon 089/55 52 55.

Zweieinhalb Jahre lang hat man nichts Musikalisches von Robbie Williams gehört. Er lebte in den USA, kurierte seine Drogensucht aus, fand in Ayda Field seine große Liebe, die ihn sogar auf nächtliche Ufo-Suche begleitet, und zog im Frühjahr zurück nach England. Jetzt geht’s auch mit der Musik wieder los: Seit September läuft seine heiße neue Single „Bodies“ im Radio, ab morgen steht sie in den Plattenläden, und am 6. November erscheint das neue Album „Reality Killed The Video Star“. Nur eines verweigert Robbie seinen Fans bis auf weiteres: Livekonzerte.

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Er fühle sich dem Stress einer großen Comeback-Tour nicht gewachsen, sagte der 35-Jährige der „Sun“. Daher werde er so bald nicht wieder touren. „Ich bin dabei zu oft gegen die Wand gelaufen. Ich weiß, dass sie härter ist als ich“, so der Superstar. Wenn er monatelang Konzerte gäbe, hätte dies negative Folgen für seine mentale Gesundheit. Zuletzt habe er sich wieder schlechter gefühlt. „I want perfection“, singt er in „Bodies“ – ein hoher, wohl zu hoher Anspruch.

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Und er leidet unter Lampenfieber. „Ich habe immer noch Angst davor, da rauszugehen“, erzählte er jüngst dem „Stern“. An manchen Tagen seien „80 000 Menschen wirklich beängstigend“. Seine letzte Tournee 2006, bei der er vor viereinhalb Millionen Menschen aufgetreten war, hatte er abgebrochen – Nervenkollaps. So sehr er den Rummel zu brauchen schien, so wenig vertrug er ihn. Er griff zu Alkohol und Drogen, die Strapazen waren ihm anzusehen. Sein Album „Rudebox“ (2006) floppte, im März 2007 brachte er noch die Single „She’s Madonna“ heraus – dann verzog er sich in eine längere Pause.

Nun verkündete er erstens, er wolle seine Liebste Ayda in absehbarer Zeit heiraten. „Im Grunde sind wir doch schon ein Ehepaar“, sagte er „GQ“. „Wenn sie heiraten möchte, dann heiraten wir eben.“ Außerdem sprach der frühere „ewige Junggeselle“ über Nachwuchspläne: „Sie will ganz viele Kinder.“ Die beiden sind seit 2007 liiert.

Zweitens sieht er sein neues Album, wie er im BBC-Radio sagte, als „Wendepunkt“ in seiner Karriere. „Es entscheidet über meinen künftigen Weg.“ Sein Wunsch: „Ich will alle tanzen sehen. Ich will, dass die Leute für 50 Minuten vergessen, wer sie sind.“ Und weil das für ihn selbst nicht gelten soll, weil er besser auf sich aufpassen will, gibt es eben zunächst nur Musik aus der Konserve und nicht live.

Bis auf eine Ausnahme: ein Live-Comeback im Kino. Am Dienstag, 20. Oktober, will er auf der „BBC Electric Proms“-Show in London seine neue Platte vorstellen. Das Konzert soll aufgezeichnet werden und gleichzeitig in 200 Kinos in 23 Ländern zu sehen sein, darunter fünf in Deutschland. In Europa laufen die Shows um 21 Uhr.

von Christine Ulrich

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