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Robbie Williams meldet sich mit seinem neuen Album „Reality killed the Video Star“ zurück.

Frei nach Wilhelm Busch: Zwei, drei Jahre war er krank – jetzt singt er wieder, Gott sei Dank.

Neue CD von Robbie: Warm-Up für den großen Wurf

München - Frohe Kunde: Das neue Album „Reality Killed the Video Star“ ist das beste, seit sich Robbie Williams von seinem genialen Komponisten Guy Chambers getrennt hat. Weshalb, lesen Sie in unserer Platten-Kritik.

Das beste Album also seit Escapology. Die nicht ganz so frohe Kunde: An die einstigen Knaller der 90er und dem frühen Millennium kommt Reality Killed the Video Star nicht heran.

Woran liegt’s? An diesem entscheidenden Funken Inspiration, der etwa Something Beautiful aus Escapology vom ähnlich klingenden You Know Me des neuen Albums unterscheidet. Robbie Williams will unbedingt neue Wege gehen, will Anspruch haben, den entspannten, mit sich und der Welt zufriedenen Popstar geben. Da ist kein Raum mehr für dunkle Songs, und obwohl die CD im klugen Wechsel Balladen, Midtempo-Nummern und Fetzigeres bietet, kommen weder die ganz große Stimmung noch das ganz große Gefühl auf.

Robbie Williams - sein Comeback-Konzert

Robbie Williams: Sein Comeback-Konzert

Interessant eigentlich, dass die Retro-Disco-Songs am spannendsten sind. Das wunderbare Starstruck flimmert und flirrt ätherisch und satt durch den Pop-Kosmos, der Bass-Groove ist allerfeinster Disco-Glitzer, der Sopran im Hintergrund zum Niederknien. Das sich gleich anschließende Weirdos könnte auch von Madonnas Disco-Album sein – die gleiche Liga, und das will schon was heißen.

Warum Robbie die Klammer zwischen dem wunderschönen Opener Morning Sun (das von dem wohl stärksten der schnelleren Nummern gefolgt wird, Bodies) und der kurzen Reprise der Morgensonne am Schluss des Albums nicht so recht gelingt? Vielleicht auch hier wieder: Das neue Robbie Williams-Album Reality Killed the Video Star ist sehr bewusst konstruiert. Die Kollegen von Coldplay haben’s beim letzten Album vorgemacht, wie so eine Klammer funktioniert und sinnvoll ist.

Robbie: Karriere - Absturz- Comeback

Robbie Williams: Karriere - Absturz - Comeback - Papa

Dennoch: Wir können sehr, sehr froh sein, dass Robbie wieder da ist. 13 Songs, und kein einziger bringt Unglück. Außerdem darf man ja mal träumen: Vielleicht ist das Album Reality Killed the Video Starnur ein Aufwärmen für den großen Wurf. Und dafür ist es sehr beeindruckend.

Reality Killed the Video Star (Label: EMI) erscheint am 6. November 2009 im Handel.

Matthias Bieber

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