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Will sich mit seiner neuen Solo-CD "Take the Crown" die Pop-Krone zurückholen: Robbie Williams

"Take the Crown" erscheint heute

Robbie Williams' neue CD in der Merkur-Kritik

München - Der König war tot, es lebe der König! Nach zwei reichlich durchwachsenen Alben gilt mit der am heutigen Freitag erscheinenden Platte „Take The Crown“ bei Robbie Williams wieder: Let Me Entertain You!

Mit 38 Jahren kehrt Robbie (beinahe) so überzeugend auf den Pop-Thron zurück wie Gevatter Bond gerade auf die Kinoleinwand. Es sind gute Zeiten für Englands alte Helden. „Nach meinem kleinen Urlaub mit Take That will ich wieder die Macht in den Charts übernehmen“ grinst Robbie, und das hört man.

Mit der ersten Single, dem quietschvergnügten La-La-La-Liedchen „Candy“, ausgeheckt zusammen mit Take-That-Kumpel Gary Barlow, hatte Williams bereits bewiesen, dass es endlich genug ist mit planlosem Elektronik-Gedöns à la „Rudebox“. Robbie hat wieder Bock auf Pop!

Robbie Williams: Karriere - Absturz - Comeback - Papa

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Das neue Album bietet freudentrunkene Partyschunkler wie „Hey Wow Yeah Yeah“, lässigen Pop („Gospel“) beinahe wie auf den fantastischen ersten Soloalben „Life Thru A Lens“ und „I’ve Been Expecting You“ oder entspannten Pet-Shop-Boys-Discosound („Be A Boy“). Highlight für die Damen ganz am Ende: Robbies Solo-Demo des Take-That-Hits „Eight Letters“, für die sich der Kauf der 13-Song-Deluxe-Version allein schon lohnt. Was für ein Schmacht- und Prachtstück! Und natürlich betreibt der Jung-Vater Rückschau auf die komplizierten letzten Jahre, verspricht auf der zweiten Single „Different“, die ein wenig an „Feel“ erinnert, dass er sich künftig anders benehmen will. Und wer wollte Robbie, dem alten Schelm, diese Chance nicht geben?

Ist das neunte Studioalbum nun wirklich die Rückkehr des großen Mr. Williams? Beinahe – denn natürlich findet sich kein neues „Angels“ auf „Take The Crown“, naturgemäß klingt Robbie 2012 nicht mehr so zwingend, so mitreißend wie mit 23 auf „Let Me Entertain You“ oder „Old Before I Die“. Doch wer will die alte Guy-Chambers-Magie allen Ernstes heute noch von ihm erwarten? Auch Paul McCartney hat nur einmal „Yesterday“ geschrieben. Robbie Williams, dessen großes Talent immer auch erfrischende Selbstironie war, könnte über „Take The Crown“ sagen: Verdammt gut für einen alten Sack wie mich.

Jörg Heinrich

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