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Lady Diana: Ihr Butler packt aus - „Sie fühlte sie sich von ihm verraten“

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Von: Sandra Loos

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Prinzessin Diana im Gespräch mit BBC-Reporter Martin Bashir beim Interview des britische Fernsehsenders BBC
Das BBC-Interview mit Martin Bashir brachte das Leben von Prinzessin Diana komplett ins Wanken. Zunächst stand sie zu dem Journalisten, doch das änderte sich nach einem Telefonat. © BBC/PA Media/dpa

Das Skandal-BBC-Interview zwischen Prinzessin Diana und Martin Bashir schlägt wieder hohe Wellen. Dianas Butler spricht nun über den Moment.

London - Das BBC-Interview des Journalisten Martin Bashir mit Prinzessin Diana wird aktuell wieder heiß diskutiert. Vor allem Prinz William und Prinz Harry verurteilen es, und geben der BBC die Schuld am Tod ihrer Mutter. „Es hat sie das Leben gekostet“, so Harry. Prinzessin Diana hielt zu Lebzeiten nach dem Skandal-Interview allerdings lange zu dem Journalisten, war sogar mit ihm befreundet. Bis zu dem Moment, als sie hinter Bashirs Fassade blickte. Nun meldet sich Lady Dis ehemaliger Vertrauter und Butler, Paul Burrell, in einem Interview mit „The Sun on Sunday“ zu eben diesem Moment 1996, der Diana die Augen über Bashir öffnete und ihre Freundschaft beendete.

Nach BBC-Interview: Prinzessin Diana war mit Martin Bashir befreundet und wollte ihm helfen

„Diana war ein großzügiger Mensch und sie liebte es, die ‚Underdogs‘ zu unterstützen. Martin, so weit es ihr bekannt, war so ein Außenseiter, der Hilfe benötigte“, so Burrell zu „The Sun“. Für sie sei er ein Freund gewesen, der zu wenig Anerkennung für seine Arbeit erhielt. Das habe sie ändern wollen. Doch wie sehr Martin Bashir ihr Vertrauen missbrauchte und sie ausnutzte, war ihr wohl erst eines Nachmittags bei einem Telefonat zwischen ihm und ihrem Butler, das sie belauschte, bewusst geworden.

„Martin rief mich zu dieser Zeit einmal pro Woche an und versuchte vergebens, von mir Informationen über Dianas Verbleib zu erhalten“, so Burrell. „Ich erzählte ihm nie etwas, denn das war mehr wert als meine Arbeit. Aber er versuchte mich für sich zu gewinnen.“ An besagtem Nachmittag rief offenbar Bashir wieder im Kensington Palast an, wollte Informationen zu Dianas Aufenthaltsort und wissen, mit welchem Freund sie sich gerade traf. Prinzessin Diana kam gerade zurück, als er anrief. Sie fragte Burrell flüsternd, wer am Telefon sei. Als dieser ihr „Martin“ zurück flüsterte, habe sie ihr Ohr neben das ihres Butlers ans Telefon gelegt, um mithören zu können.

Martin Bashir zeigte - ohne es zu wissen - Prinzessin Diana eine andere Seite von sich

„Martin war sehr respektlos. Es ging nur um ‚sie‘ dies und ‚sie‘ das“, erzählte der Butler über diese unangenehme Situation. „Er fragte, wo sie war und ob ‚sie sich wieder mit einem ihrer Freunde traf‘“. Außerdem beschwerte er sich wohl, dass sie seine Anrufe nicht entgegennahm und nicht so viel mit ihm teilte, wie er sich das wünschte. Diana, die am anderen Ende alles mitbekommen habe, sei einfach nur sprachlos gewesen. „Diana schaute mich mit einem Blick an, der sagte ‚Oh mein Gott, so spricht er über mich?‘. Sie sah eine andere Seite von ihm und war total baff von seiner Respektlosigkeit“, so Burrell. Denn immer, wenn Bashir mit Prinzessin Diana direkt gesprochen habe, war er sehr höflich und adressierte sie mit „Your Royal Highness“. „Das war für sie, als ob sie einer ganz anderen Person zuhörte“.

Das Telefonat bedeutete das Ende zwischen Prinzessin Diana und dem BBC-Journalisten

Dieser Moment läutet nach Burrell das Ende der Freundschaft von Prinzessin Diana und Martin Bashir ein: „Als ich den Hörer auflegte, schaute sie verstört und fragte mich: ‚Wie kann er sich nur so verhalten?‘ Ich wusste, dass das Ende der Freundschaft mit Martin war. Dann brach sie in Tränen aus und rannte aus dem Raum. Sie war sehr verletzt und fühlte sich von ihm verraten“.

Nach diesem Telefonat seien Treffen, wenn überhaupt, nur noch sehr kurz ausgefallen und ans Telefon wäre Diana ebenso nicht mehr gegangen, fasste Burrell die Reaktion der Prinzessin zusammen. „Im Januar 1997 beendete sie den Kontakt vollständig und sprach nie wieder mit ihm, soweit ich weiß“. Wie es für Diana und Bashir nach dem Interview weiterging, weiß man nur allzu gut. Er machte Karriere. Sie ließ sich scheiden und starb im August 1997 bei einem Autounfall in Paris.

Zu Prinz Harry und Meghan hat Paul Burrell ebenfalls eine deutliche Meinung und auch wie Prinzessin Diana über die aktuelle, angespannte Lage im britischen Königshaus denken würde, äußerte er sich. (SL)

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