Nach Gespräch mit Oprah Winfrey

Geheime Vorab-Trauung? Meghan und Harry gestehen Interview-Lüge ein - das lief wirklich ab

  • Hannes Niemeyer
    vonHannes Niemeyer
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Im großen Enthüllungsinterview von Meghan und Harry sprachen beide auch über eine heimliche Vorab-Trauung. Nun flog der Schwindel hinter der Story aber auf.

Los Angeles - Was spektakuläre wie polarisierende Aussagen über die Welt der britischen Royals angeht, hat wohl kaum ein Interview jemals so polarisiert wie der Talk von Prinz Harry und Herzogin Meghan mit Oprah Winfrey. Auch Wochen nach der Ausstrahlung ist über die schweren Vorwürfe der Ex-Monarchie-Mitglieder noch lange kein Gras gewachsen. Die beiden nahmen was Themen wie Rassismus oder den Umgang mit schweren persönlichen Problemen angeht absolut kein Blatt vor den Mund. Bei einem Thema haben sie sich nun aber selber wohl ordentlich verrannt - und es offensichtlich mit der Wahrheit nicht ganz so genau genommen.

Beinahe ein wenig ging in den spektakulären Enthüllungen im Interview zunächst eine brisante Story zur Hochzeit von Harry und Meghan unter. Die Herzogin erzählte davon, dass beide sich schon drei Tage vor der großen Hochzeit, die weltweit in den Medien begleitet wurde, total still und heimlich das Ja-Wort gegeben haben. Ganz klein, unbemerkt und im Privaten.

Meghan und Harry: Interview-Geständnis über geheime Hochzeit entspricht nicht ganz der Wahrheit

„Drei Tage vor unserer Hochzeit haben wir geheiratet. Keiner weiß das“, sagte Meghan zunächst. „Dieses Spektakel ist für die Welt. Wir wollen unseren Bund zwischen uns. Die Eheversprechen, die gerahmt bei uns im Zimmer hängen, die sind nur von uns beiden im Garten mit dem Erzbischof von Canterbury“, hieß es im Interview weiter.

Darauf meldete sich zunächst bereits ein ehemaliger hoher Mitarbeiter der Kirche, der der Aussage widersprach. Schließlich sei es rechtlich gar nicht möglich, sich ohne Zeugen vom Erzbischof trauen zu lassen. Spekuliert wurde, ob die beiden im Interview vielleicht etwas falsch verstanden hätten. Die Sun veröffentlichte zudem am Montag noch Bilder der wohl offiziellen Hochzeitsurkunde des Paares - datiert auf den 19. Mai 2018. An diesem Tag hatten Meghan und Harry mit riesigem Medienrummel auf Schloss Windsor geheiratet. Nach alledem meldeten sich die Ex-Royals nun selber zu der Geschichte - und mussten wohl oder übel ihre Falschaussage eingestehen.

Meghan und Harry: Statement zu angeblicher Heimlich-Hochzeit - so lief es wirklich ab

Gegenüber den Magazin Today ließ das Paar nun über einen Sprecher ein Statement verlautbaren. Tatsächlich habe wohl eine private Zeremonie stattgefunden, eine richtige Hochzeit sei dies aber eben nicht gewesen. Stattdessen habe man „privat ein paar Tage vor ihrer offiziellen/legalen Hochzeit am 19. Mai persönliche Gelübde ausgetauscht“, heißt es in dem Statement. Bedeutet auch so viel wie: Was diesen Punkt angeht, hat Meghan wohl im Interview nicht die Wahrheit erzählt.

Das Statement bestätigt auch noch einmal den Abdruck der Hochzeitsurkunde aus der Sun. Aufgrund des Vorfalls ging auch Stephen Borton, ehemaliger Leiter des erzbischöflichen Hochzeitsbüros hart mit den Interview-Aussagen der 39-Jährigen ins Gericht. „Es tut mir leid, aber Meghan ist offensichtlich verwirrt und klar miss informiert“, sagte Borton der Sun. Das Blatt, das beide laut Meghans Aussage an der Wand hängen haben, sei jedenfalls definitiv „kein offizielles Ehedokument“.

Derweil berichtete ein Palast-Insider nun über die Reaktion von Harrys Vater Prinz Charles nach dem Interview. Mittlerweile haben sich außerdem auch Prinz William und Herzogin Kate dazu geäußert.

Rubriklistenbild: © Ben Stansall/dpa

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