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Missbrauchsskandal: Prinz Andrew einigt sich mit Klägerin Giuffre

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Von: Julia Volkenand

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Prinz Andrew
Prinz Andrew, Herzog von York, weist alle Vorwürfe zurück. © Neil Hall/PA Wire/dpa

Prinz Andrew hat sich augenscheinlich mit Virginia Giuffre geeinigt. Diese hatte ihm Missbrauch vorgeworfen.

New York - Prinz Andrew (61) hat sich mit der US-amerikanischen Klägerin Virgina Giuffre (38) im Grundsatz auf einen Vergleich geeinigt. Diese hatte ihn wegen Missbrauchsvorwürfen mit einer Zivilklage konfrontiert. Das geht aus einem Gerichtsdokument von Dienstag hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Wie viel der britische Royal an Giuffre zahlen wird, wurde nicht bekannt gegeben. Der 61-Jährige wolle aber eine „bedeutende Spende“ an eine Organisation zahlen, die Giuffre zugunsten von Missbrauchsopfern gegründet hatte. Wird die Einigung von dem Gericht angenommen, wäre ein Zivilprozess vom Tisch.

Die Anwälte vom Sohn von Queen Elizabeth II. hatten schon im Vorfeld mehrfach versucht, einen Prozess zu verhindern und sich auf einen Vergleich bezogen, den die Klägerin im Jahr 2009 mit dem heute verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein getroffen hatte.

Missbrauchsskandal: Prinz Andrew einigt sich mit Klägerin Giuffre

Giuffre hatte ausgesagt, dass sie 2001 im Alter von 17 Jahren von Prinz Andrew mehrmals sexuell missbraucht worden sei. Damals, vor über 20 Jahren, sei sie von Jeffrey Epstein unter Zwang an Andrew „ausgeliehen“ worden.

Prinz Andrew hat die Vorwürfe wiederholt entschieden zurückgewiesen. Wegen der Vorwürfe und seiner früheren Kontakte zu Epstein gab er allerdings bereits 2019 seine royalen Pflichten auf und zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Im Januar verlor er dann seine militärischen Titel und seine royalen Schirmherrschaften. Die Queen entzog ihm alle Titel, angeblich auf Anraten von Prinz Charles und Prinz William. (jv/dpa/AFP)

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