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Das britische Königshaus ist dieses Jahr in den Medien nicht gut weggekommen.

Krise im Königshaus

„Queen hat die Kontrolle verloren“: Experten sind entsetzt über Vorgänge bei den Royals

Die britische Queen Elizabeth II. ist für ihre gefasste Haltung bekannt. Dieses Jahr wird jedoch auch an ihrer Contenance gezehrt haben.

  • Es war ein sehr turbulentes Jahr für die britischen Royals.
  • Vor allen die Prinzen sorgten für Wirbel.
  • Auch die Politik hat vor dem Königshaus nicht Halt gemacht.

London - Das Jahr ist noch nicht vorbei, doch die Queen wird sich wahrscheinlich wünschen, es wäre schon Silvester. Das britische Königshaus ist in diesem Jahr von einem Skandal zum nächsten geschlittert. Vor allem die britischen Prinzen standen in den Schlagzeilen: Erst die publik gewordene Distanz zwischen Harry und William, dann kündigte Prinz Andrew an, seine Ämter ruhen zu lassen. Zu stark war er im Zuge des Epstein-Skandals unter Druck geraten

„Die hat die Kontrolle verloren“

Nahe liegt: Die PR-Abteilung der Royals hat 2019 auf sagenhafte Weise versagt. Reinhard Keck berichtet für den Focus über den Königspalast  Großbritanniens. Er fragt sich, ob die Queen ihre Leute noch im Griff hat. Und damit ist er bei weitem nicht alleine. 

Die Queen soll Andrew das BBC-Interview erlaubt haben, das ihm vergangene Woche um die Ohren flog. 

Sein Bruder Prinz Charles hingegen, der mit TV-Verhören schon negative Erfahrungen gemacht hat, nachdem er einst vor der Kamera gestanden hatte, Diana betrogen zu haben, soll nicht vorab informiert worden sein. „Die Queen hat die Kontrolle verloren“, sagt etwa Nicholas Witchell, der legendäre königliche Korrespondent der BBC. Womöglich bekomme die 93-Jährige nicht mehr mit, wie chaotisch es an ihrem Hof zugeht.

Der „Mirror“ klagt: „Dieser schreckliche Skandal droht, die Monarchie zu beschädigen.“ Wegen Andrew sei der Ruf der Royals auf einem Tiefpunkt wie nach dem Tod von Lady Di. Anscheinend wird die Queen Konsequenzen aus dem Skandal ziehen. Anscheinend plant sie mittlerweile ihren Rücktritt.

Die Hiobsbotschaften für Elizabeth II. im Überblick:

Horror-Jahr für die Queen: Der Unfall von Prinz Philip

Angefangen hatte das Jahr für die Royals mit einem Knall. Dieser kam jedoch nicht an Silvester, sondern als der Gemahl der Queen, Prinz Philip, mit seinem Auto einen Unfall baute. Der Prinz ist im Januar mit einem anderen Auto zusammengekracht und hatte sich dabei auch noch überschlagen. In dem anderen Auto saßen zwei Frauen und ein Baby. Der Prinz und das Baby kamen ohne Verletzungen davon, die beiden Frauen mit leichten Verletzungen.

Kritik gab es vor allem am Verhalten des Königshauses. Die Royals hüllten sich zu dem Vorfall in Schweigen, der Prinz entschuldigte sich erst Tage nach dem Unfall bei den Unfallopfern. Mittlerweile hat der Prinz seinen Führerschein abgegeben, allerdings wurde er schon wieder hinder dem Steuer gesehen.

Queen muss zum Brexit Stellung beziehen

Auch der Brexit macht vor dem Königshaus nicht Halt. Bei der langanhaltenden Diskussion um den Austritt von Großbritannien aus der EU wurde auch die Queen eingebunden. Als Boris Johnson im Oktober ohne Abkommen aus der EU austreten wollte, schickte er das Unterhaus in eine Zwangspause.Die Queen gab damals seinem Ansinnen statt, woraufhin das Parlament für fünf Wochen in Zwangspause geschickt wurde. 

Queen: Prinz Harry und Prinz William im Streit

Auch über dem Verhältnis zwischen Prinz Harry und Prinz William, über dessen Frau Herzogin Kate es neue Baby-Gerüchte gibt, sind dunkle Wolken aufgezogen. Bei einer Galaveranstaltung zum Weltkriegsgedenken hatte die beiden sich seit längerer Zeit wieder zusammen in der Öffentlichkeit gezeigt. Jedoch ist Fans der Royals die räumliche Trennung zwischen den beiden aufgefallen. Es steht seitdem die Spekulation im Raum, dass es zwischen den beiden Brüdern kriselt. Ein Grund sollen ihre jeweiligen Ehefrauen sein. Möglicherweise könnte es bald aber einen besonders süßen Grund für eine Annäherung der einstigen „Fab four“ geben, denn Meghan soll wieder schwanger sein

In einem Fernsehinterview mit dem Sender ITV hatte Prinz Harry seinem Frust Luft gemacht und auch über das Verhältnis zu seinem Bruder gesprochen. „Wir sind sicherlich im Moment auf unterschiedlichen Pfaden.“ Er liebe William sehr, aber „als Brüder hat man gute und schlechte Tage“, so Harry.

Sohn der Queen, Prinz Andrew, bestreitet Missbrauchsvorwürfe - und lässt Ämter ruhen

Mit besonders schweren Vorwürfen musste sich Prinz Andrew dieses Jahr auseinandersetzten. Gegen ihn gab es schwere Anschuldigungen, in den Skandal um den Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein verwickelt zu sein. Prinz Andrew, Sohn von Queen Elizabeth II, wird vorgeworfen, die damals 17-jährige Virginia Roberts Giuffre missbraucht zu haben. 

Am Samstag wurde auf BBC ein Interview ausgestrahlt, mit dem Prinz Andrew mit den Vorwürfen aufräumen wollte. Doch das Interview wurde von Experten als „katastrophal“ eingestuft.

Der Druck auf den Prinzen stieg im Laufe der Woche enorm. Immer mehr Sponsoren entzogen ihre Förderung für Projekte, die Andrew als Schirmherr unterstützt. Am Mittwoch kündigte er an, seine Aufgaben für die Königsfamilie ruhen zu lassen und versprach, "allen zuständigen Ermittlungsbehörden" zu helfen.

Via Twitter erklärte er (siehe oben): Er habe die Queen gebeten, sich von allen seinen öffentlichen Ämtern zurückziehen zu dürfen. Seine ehemalige Verbindung zu Epstein sei zu einer „massiven Störung“ für die Arbeit der Familie und seiner Wohltätigkeitsorganisationen geworden. Er bereue die Kontakte. Und er habe großes Mitgefühl für jeden Betroffenen des Skandals. „Ich hoffe, sie können ihre Leben wieder in Ordnung bringen.“

Britische Medien munkeln gar, es sei ein Rauswurf gewesen.

Ein britischer Unternehmer hat unterdessenQueen Elizabeth II. rund 58 Millionen Euro vererbt. Der Multimillionär hat genaue Vorstellungen davon, was das Königshaus mit dem Vermögen anstellen soll. Und Popstars sind offenbar öfter zu Diebstahl im Königshaus verleitet.

jh/mke

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