Russisches Skandal-Duo t.A.T.u. mischt den Grand Prix auf

- Riga- Kreischende Teenis, Bodyguards und viele Fernsehkameras - als das russische Girlie-Duo t.A.T.u am Dienstag in Riga eintrifft, bekommt der Traditionswettbewerb Grand Prix den Hauch von Glamour. Erstmals seit Jahren stellt sich bei der Komponisten- Gala der Eurovision wieder ein internationaler Top-Act der Konkurrenz: Zwei junge Damen, die Schlagzeilen gemacht haben mit Chart-Hits und lesbisch-erotischen Elementen in ihren Bühnenshows.

<P>10.46 Ortszeit: In der lettischen Hauptstadt trifft der Nachtzug aus Moskau ein. In Schlafwagen Nummer Elf haben Lena und Julia die Nacht verbracht. Auf dem Bahnsteig warten t.A.T.u.-Fans. Sie haben Blumen für ihre Idole mitgebracht. Die beiden 18-jährigen Stars winken lächelnd in die Menge - und verschwinden dann in einer schwarzen Limousine.</P><P>t.A.T.u sind in Riga das Grand-Prix-Gesprächsthema in diesen Tagen. Werden sie sich - wie schon häufig - auf der Bühne küssen? Muss dann die europaweite Live-Übertragung unterbrochen werden, weil einige der 26 Teilnehmerländer moralische Bedenken bei der Familiensendung haben? Kann t.A.T.u eigentlich wirklich singen?</P><P>Das Popduo schweigt. Eine Pressekonferenz verwandeln sie in Riga am Dienstag zur Posse. "Alles ist o.k.", lautet die Standardantwort auf die meisten Fragen, oder auch: "Wir sind für Euch hierher gekommen." Keine Details zu dem, was die beiden für die Finalnacht planen. Keine Exklusiv-Interviews, keine öffentlichen Auftritte außerhalb der Proben. Ganz zünftig erscheinen sie in Jeans, wirken gelangweilt.</P><P>Die Buchmacher sehen t.A.T.u. bisher als klaren Favoriten: bei 1:5 steht ihre aktuelle Quote, der deutsche Beitrag "Let's Get Happy" von Lou steht bei 1:16. Grand-Prix-Veteranen erinnern sich, wie einst ABBA den Grand Prix gewann und damit eine Welt-Karriere begann.</P><P>Das russische Pop-Duo hat bereits Millionen von CDs verkauft. Auf Musiksendern wie MTV oder VIVA laufen ihre Songs jeden Tag. In Videos präsentieren sich die Mädchen in durchnässter Kleidung, kurzen Röcken, Hand in Hand - "Sex sells", sagen Marketing-Experten. "Pädophilen-Pop" schrieben Kritiker dazu in der konservativen englischen Presse.</P><P>t.A.T.u. sind ein Kunstprodukt: Im Jahr 2000 gewannen sie unter 500 Teilnehmern ein Casting in Moskau. Anschließend wurden sie professionell in Sachen Gesang, Tanz und Medien geschult. 2002 dann der Durchbruch: Mit der Single "All The Things She Said" stürmen sie die Hitparaden weltweit. Ihre Eurovisionsnummer klingt nicht viel anders.</P><P>Noch nie hat Russland den Grand Prix gewonnen. Präsident Putin höchstpersönlich habe t.A.T.u. "viel Glück" gewünscht, heißt es aus russischen Delegationskreisen. Vielleicht schaut der Kreml-Chef dann ja auch selbst zu, was die beiden Sängerinnen am Samstag aufführen.</P><BR>

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