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Scharfe Worte bei Untersuchung zu Dianas Tod

London - Bei der öffentlichen Untersuchung zum Tod von Prinzessin Diana haben sich die gegnerischen Seiten am Donnerstag scharfe Wortwechsel geliefert.

Dabei behauptete der Anwalt von Mohammed Al Fayed, Prinz Philip habe Al Fayeds Sohn Dodi wegen dessen Affäre mit Diana als "öligen Betthüpfer" beschimpft. "Das klingt äußerst unwahrscheinlich", erwiderte Prinz Philips Privatsekretär, Sir Miles Hunt-Davis, bei der Anhörung vor einer Geschworenen-Jury.

Al Fayeds Anwalt, Michael Mansfield, kündigte die Aussage von Zeugen zu einem Dossier an, mit dem Diana kurz vor ihrem Tod die angebliche Lieferung von Landminen durch die britische Rüstungsindustrie in Krisengebiete anprangern wollte. Diana habe über ihre Angst gesprochen, ermordet zu werden. "Haben Sie jemals gehört, dass sie Angst geäußert hat, dass Prinz Philip sie tot sehen wollte?", fragte Mansfield. Darüber sei er "höchst überrascht", erwiderte Hunt-Davis, und verwies auf einen zuvor von ihm unterbreiteten "äußerst freundlichen" Briefwechsel zwischen Diana und ihrem Schwiegervater.

Darin hatte Diana sich 1992 in herzlichen Worten bei ihrem Schwiegervater, dem Ehemann von Queen Elizabeth, für dessen Bemühungen um die Rettung ihrer Ehe mit Prinz Charles bedankt. Sie sprach ihn als "Liebster Pa" an und schrieb: "Ich war ganz besonders ergriffen von Deinem jüngsten Brief, der mir - wenn ich es nicht schon gewusst hätte - bestätigte, dass Du Dir wirklich Sorgen machst." Die Ehe wurde 1996 geschieden.

Die Kopien der Briefe wurden den Geschworenen allerdings nur in Auszügen vorgelegt. Besonders vertrauliche Details waren geschwärzt. Mit dem Briefwechsel wollte der Hof Behauptungen des ägyptischen Multimillionärs Al Fayed entkräften, wonach Prinz Philip ein Mordkomplott gegen Diana und Dodi inszeniert habe, um eine Eheschließung zwischen der Prinzessin und ihrem muslimischen Liebhaber zu verhindern. Diana und Dodi waren im August 1997 bei einem Autounfall in einem Pariser Tunnel ums Leben gekommen.

"Ich denke, es gab Ende August (1997) ein starkes Bedürfnis beim Establishment, diese Beziehung und ihre (Dianas) Aktivitäten zu beschneiden", erklärte Mansfield. Prinz Philips Privatsekretär erwiderte: "Tut mir teid, aber das kann ich nicht akzeptieren."

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