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Mit Alan Rickman verstarb einer der ganz großen Schauspieler seiner Generation.

Trauer um britische Schauspiel-Ikone

Krebs: "Harry Potter"-Star Alan Rickman (69) ist tot

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London - Er war Harry Potters Professor Snape, Bruce Willis' Gegenspieler in "Stirb langsam" und der Sheriff von Nottingham in "Robin Hood". In unzähligen Filmen brillierte Alan Rickman. Jetzt starb er.

Der britische Schauspieler Alan Rickman ist tot. Er starb im Alter von 69 Jahren "im Kreise seiner Angehörigen und Freunde", wie sein Management am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in London bestätigte. Der Nachrichtenagentur PA zufolge starb Rickman an Krebs.

Rickman gehörte zu den profiliertesten britischen Schauspielern seiner Generation. Er spielte in unzähligen Theaterstücken und Kino- und Fernsehfilmen mit. Seinen internationalen Durchbruch feierte er bereits in den 1980er Jahren in dem Blockbuster „Stirb langsam“ an der Seite von Bruce Willis. Weitere Erfolge feierte er mit "Robin Hood - König der Diebe", wo er als Sheriff von Nottingham den Gegenspieler von Kevin Costner mimte, sowie in der Hollywoodverfilmung von Jane Austens "Sinn und Sinnlichkeit" unter der Regie von Ang Lee.

Für Legionen jüngerer Fans wird Rickman jedoch als Professor Snape unvergesslich bleiben. In der Potter-Verfilmung gab er zwischen 2001 und 2011 dem strengen und dubiosen Magier sein Gesicht, der dem Zauberschüler Harry Potter das Leben schwer macht und erst ganz zum Schluss posthum rehabilitiert wird. Die "Süddeutsche Zeitung" nannte die Rolle "die zwielichteste und interessanteste Figur im Harry-Potter-Kosmos".

Alan Rickman: Viel mehr als nur Snape

Der 1946 in London geborene Schauspieler bewies im Laufe seiner Karriere seine Wandelbarkeit und war in so unterschiedlichen Werken wie der Fantasy-Satire „Dogma“ an der Seite von Ben Affleck und Matt Damon oder auch in der romantischen Weihnachtskomödie „Tatsächlich... Liebe“ zu sehen. Außerdem drehte er mit zahlreichen namhaften Regisseuren, wie etwa mit Tim Burton („Sweeney Todd: Der teuflische Barbier aus der Fleet Street“).

Doch auch auf den Theaterbühnen wurde Rickman gefeiert. So spielte er etwa in Henrik Ibsens „John Gabriel Borkman“ sowie neben Helen Mirren in „Cleopatra“. Sein Regiedebüt gab er 1997 mit "The Winter Guest".

Für seine Kino-, Fernseh- und Theaterrollen wurde der Mime, der insbesondere als Bösewicht beeindruckte, unter anderem mit einem Emmy, einem Golden Globe und einem BAFTA-Award bedacht. Sein letzter Film, "Die Gärtnerin von Versailles", in dem er neben Kate Winslet die Hauptrolle spielte und Regie führte, feierte im April 2015 Premiere. 

"Harry Potter"-Autorin trauert um Alan Rickman

"Harry Potter"-Autorin J.K. Rowling schrieb auf Twitter: "Keine Worte können beschreiben, wie sehr mich die Nachricht vom Tod Alan Rickmans schockiert und bestürzt. Er war ein großartiger Schauspieler und eine wunderbarer Mann."

Auch die Crew der "Harry Potter"-Filme bekundete auf Twitter ihre Trauer. "Er war ein wunderbarer Schauspieler und ein lieber Freund", war dort zu lesen.

"Was für traurige Nachrichten", schrieb Schauspiel-Kollege Stephen Fry. "Ein Mann mit so viel Talent, teuflischem Charme und umwerfender Präsenz auf der Leinwand wie auf der Bühne. Er hinterlässt eine schmerzhafte Lücke."

Alan Rickman erliegt Krebsleiden

hn/dpa

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