Scheidungsanwälte: Diana fürchtete Mordanschlag

London - Die britische Prinzessin Diana hat nach Angaben ihrer einstigen Scheidungsanwälte Angst vor einem Mordanschlag durch nicht näher bezeichnete Hofkreise gehabt.

Darüber sei die Polizei nach dem Tod der Prinzessin im Jahr 1997 informiert worden, erklärten Dianas Rechtsvertreterinnen bei ihrer Scheidung von Prinz Charles, Maggie Rae und Sandra Davis, am Dienstag vor einem Gericht in London.

Bei einer Beratung im Oktober 1995 habe Diana im Beisein des Seniorpartners der Anwaltskanzlei, Lord Mishcon, deutlich gemacht, dass sie ernsthaft an die Möglichkeit eines Anschlags glaube. Die Anwesenden hätten dies seinerzeit zwar notiert, aber nicht ernst genommen, sagte Davis bei der gerichtlichen Untersuchung des Todes von Diana und ihres Begleiters Dodi al Fayed im Sommer 1997. Erst danach habe Lord Mishcon die Polizei von der damaligen Unterredung in Kenntnis gesetzt.

Die öffentliche Befragung von Zeugen vor einer Geschworenen-Jury soll Aufschluss darüber bringen, ob Mordvorwürfe von Dodis Vater Mohammed al Fayed gegen das britische Königshaus eine echte Grundlage haben oder nicht. Der ägyptische Multimillionär behauptet seit Jahren, die Prinzessin und sein Sohn seien auf Betreiben des Hofes ermordet worden, weil Diana von dem Muslim schwanger gewesen sei und ihn angeblich heiraten wollte. Scotland Yard war ebenso wie die französische Polizei zu dem Schluss gekommen, dass es dafür keinerlei Beweise gebe und dass der Autounfall, dem die Prinzessin und Dodi zum Opfer fielen, nicht inszeniert worden war.

Nach den Angaben der beiden Anwältinnen hatte Diana, die 1996 von Thronfolger Prinz Charles geschieden wurde, auch berichtet, dass nach ihrer Überzeugung die Königin zugunsten von Charles abdanken wollte. Sie selbst sei aber dafür gewesen, dass Charles nicht den Thron besteigt, sondern dass die Krone gleich an ihren Sohn Prinz William weitergegeben werden sollte.

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