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Auch Antonia sorgte auf dem Schlagermove für Stimmung

Partystimmung in Hamburg

Hunderttausende feiern Schlagermove

Hamburg - Mit quietschbunten Kostümen, Sonnenbrillen und Blumen im Haar sind zum 17. Schlagermove in Hamburg wieder Hunderttausende Besucher durch St. Pauli gezogen.

Trotz wechselhaften Wetters kamen am Samstag rund 350.000 Feierlustige zum „Festival der Liebe“ auf den Kiez, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Am Nachmittag starteten die 45 Musik-Trucks ihre Tour vom Heiligengeistfeld in Richtung Landungsbrücken und spielten Klassiker wie „Heidi“, „Du kannst nicht immer 17 sein“ und „Ich wär' so gern wie du“. Die Trucks fuhren am Fischmarkt vorbei und anschließend über die bunt bevölkerte Reeperbahn.

Auch Schlagerprominenz hatte sich zum „Festival der Liebe“ angekündigt: So kamen unter anderem Antonia aus Tirol und Costa Cordalis. Der griechische Schlager-Sänger Cordalis hatte erst vor kurzem eine Bandscheibenoperation überstanden. „Mir geht's wieder gut und ich freue mich auf heute“, sagte der 69-Jährige, bevor er auf den Truck stieg. „40 Jahre deutscher Schlager sind für mich ein tolles Gefühl.“

Schlagerfans feiern riesiges "Festival der Liebe" in Hamburg

Schlagerfans feiern riesiges "Festival der Liebe" in Hamburg

Noch bis zum Abend drehten die Musik-Trucks ihre Runde durch St. Pauli. Aber auch nach dem beliebten Umzug ging die Feierei noch weiter: Auf dem Heiligengeistfeld startete im Anschluss die traditionelle Aftermove-Party mit Live-Auftritten von acht Künstlern und Bands in fünf Zelten. Auch auf dem Kiez gab es passend zum Schlagermove zahlreiche Party-Angebote.

Polizei und Feuerwehr zogen am Sonntag eine weitgehend positive Bilanz. Am Rande der quietschbunten Party gab es nur kleinere Ausschreitungen, 33 Körperverletzungen wurden der Polizei gemeldet. Zwei Mal kam es jedoch zu heftigeren Zwischenfällen: Ein Partygänger soll eine Flasche in Richtung eines Kindes geworfen haben, verfehlte es aber. In einem anderen Fall wurde ein Mann von einer Flasche getroffen und erlitt eine Platzwunde am Kopf. „Für eine so große Veranstaltung verlief sie dennoch recht friedlich“, sagte eine Polizeisprecherin.

Nicht alle Schlagerfans hielten bis zum Ende der Party durch: Feuerwehr und Rettungskräfte mussten sich um mehr als 368 Feierwütige kümmern, sagte ein Feuerwehrsprecher. Vermutlich seien bei einigen Alkohol und Selbstüberschätzung Ursache für die gesundheitlichen Probleme gewesen. 150 von ihnen landeten im Krankenhaus.

Der Schlagermove hat in Hamburg Tradition. Im Jahr 1997 nahm die bunte Party ihren Anfang und zieht seither Tausende Schlagerfans und Feierwütige aus Hamburg, Deutschland und dem Ausland an.

dpa

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