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2019 kehrt der Terminator zurück: In „Dark Fate“ spielt auch Legende Arnold Schwarzenegger wieder mit.

Vor Kinostart von „Dark Fate“

Schwarzenegger kehrt als Terminator zurück: „Innen noch lange kein altes Eisen“

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Arnold Schwarzenegger hat es bereits im ersten Terminator-Teil versprochen: „I‘ll be back!“ Der Österreicher hält Wort und kehrt in Terminator Dark Fate auf die Leinwand zurück. Mit uns sprach „Arnie“ über das Älterwerden und verrät, warum er keinen Seelenklempner braucht. v

Der Android T-800 war sein großer Durchbruch und verhalf Arnold Schwarzenegger, dem Bodybuilder aus der Steiermark, zu einer bemerkenswerten Karriere. Nun kehrt der „Terminator“, der am Dienstag 72 wird, auf die Kinoleinwand zurück. „Dark Fate“ heißt der sechste Teil der Sci-Fi-Saga. Am 24. Oktober ist Kinostart in Deutschland. Ein Gespräch über das Älterwerden, die USA – und die Rückkehr einer anderen „Terminator“-Legende.

Herr Schwarzenegger: Im neuen „Terminator“ spielen Sie wieder mit Linda Hamilton. Die Figur der Sarah Connor kehrt also zurück. Was war das für ein Gefühl?

Arnold Schwarzenegger: Irre. Über 25 Jahre sind vergangen und hier ist sie wieder – die knallhärteste Frau auf der Leinwand.

Das müssen Sie als Mann, der jeden Tag ins Fitness geht, beurteilen können.

Schwarzenegger: (grinst) Ich bin in die Jahre gekommen, aber sie ist bereit, an die Stunts von damals anzuknüpfen. Ich habe mit ihrem Trainer gesprochen. Der hat sie stundenlang am Strand durch den Sand laufen lassen. Sie hat Märsche mit 25 Kilo Gewicht auf dem Rücken gemacht – und nie aufgegeben.

Wie war das Wiedersehen mit ihr?

Schwarzenegger: Wunderbar. Als Mensch ist sie ein Schatz. Ich habe sie einfach lieb.

Haben Sie eine Lieblingsszene zusammen?

Schwarzenegger: Also Linda hat mal gesagt, dass es die aus dem Jahr 1984 war, als ich nackt herumgelaufen bin (grinst wieder). Aber okay, das ist ja schon eine ganze Weile her.

Sie sind als Terminator auf jeden Fall älter geworden.

Schwarzenegger: Nur äußerlich. Mein Terminator ist immer noch das „Cyberdyme Systems Model 101 T-800“ und die perfekte Maschine. Die Falten trägt er nur außen. Innen gehört er noch lange nicht zum alten Eisen. Seine Kraft und Möglichkeiten sind so gut wie am ersten Herstellungstag.

Arnold Schwarzenegger und Linda Hamilton auf der Comic Con 2019 in Las Vegas.

Es war gerade der 50. Jahrestag der Mondlandung. Hätte der Terminator nicht auch Lust, in den Weltraum zu reisen?

Schwarzenegger: Ich habe überhaupt kein Interesse, die Erde zu verlassen. Ich bin hier auf unserem Planeten sehr happy. Ich bin so glücklich, was mir hier das Leben alles geschenkt hat. Welche Möglichkeiten es mir gegeben hat. Erst Sportler, dann Geschäftsmann, dann Showbusiness, dann Politik und dann Philanthropie.

„Ich war von Natur aus nie der Beste auf meinem Gebiet“

Sie leben seit 1968 in den USA. Erinnern Sie sich noch, wo Sie am 20. Juli 1969 waren?

Schwarzenegger: Ich habe die Mondlandung mit Freunden in Santa Monica verfolgt. Einige waren überzeugt, dass es alles nur gefakt war und die Aufnahmen aus einem Studio stammten. Aber ich war von der Echtheit überzeugt. Weil wir damals noch die führende Nation in der Welt waren. 50 Jahre später lässt unsere Führungsrolle in der Welt leider sehr zu wünschen übrig.

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Schwarzenegger: Donald Trump sollte endlich mal begreifen, dass er sich weniger wie Donald als wie der Präsident des großartigsten Landes der Welt benehmen sollte. Er versteht einfach nicht, dass er jetzt uns alle repräsentiert und nicht mehr der zwielichtige Immobilientyp aus New York ist.

Mal abgesehen von Ihren Muskeln: Was ist Ihre größte Stärke?

Schwarzenegger: Eindeutig die Kraft meines Willens und meine immense Vorstellungskraft. Ich kann meine Ziele unheimlich gut visualisieren und sie dann unermüdlich verfolgen. Nicht jeder hat dieses Talent. Ich war von Natur aus nämlich nie der Beste auf meinem Gebiet. Nicht der beste Bodybuilder, nicht der beste Schauspieler. Ich habe mich mit reiner Willenskraft durchgesetzt, bin Mr. Olympia geworden. Für meine erste Rolle habe ich damals Schauspielunterricht genommen und hatte einen Sprachtrainer, um meinen Akzent wegzubekommen. Wissen Sie was, ich sollte eigentlich mein Geld zurückfordern (lacht).

Wie fühlen Sie sich denn heute körperlich?

Schwarzenegger: Leider nicht mehr so gut wie vor 35 Jahren beim ersten Teil. Ich kann Ihnen sagen, es ist wirklich kein Spaß, älter zu werden. Vielleicht leide ich mehr darunter als andere. Denn ich habe einst Mr. Universum vor mir gesehen, wenn ich in den Spiegel geschaut habe. Ich habe meinen Zenit eindeutig überschritten. Ich bin fast 72. Ich habe übrigens am 30. Juli Geburtstag, falls mir jemand Geschenke schicken will (lacht).

Was ist das Härteste am Älterwerden?

Schwarzenegger: Dass sich dein Körper zu deinen Ungunsten verändert. Er stellt weniger Testosteron her, weshalb du weniger Muskeln aufbaust. Du kannst tun und so viel Workout machen, wie du willst, es kommt nicht wieder. Und du verletzt dich leichter und bekommst aus heiterem Himmel Gesundheitsprobleme. Meine Achillessehne war immer schon mein Herz und ich muss sehr gut darauf achtgeben.

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Gibt es auch Vorteile, kein Jungspund mehr zu sein?

Schwarzenegger: Ja. Dass man mit jedem weiteren Jahr auf der Erde dazulernt. Wenn man jung ist, dreht sich die Welt nur um einen selbst. Man will gewinnen, dies und das bekommen und einfach das Beste für sich herausschlagen. Wenn man älter wird, sieht man die Welt in einem anderen Licht. Man wird klüger, weiser, gütiger und vor allem weniger egoistisch. Ich habe das Verlangen, anderen Menschen zu helfen, ebenfalls erfolgreich zu sein. Ich will mit gutem Beispiel vorangehen und Menschen über gesunde Ernährung und die Vorteile von Sport informieren.

Arnold Schwarzenegger beim "Hanteltraining" im Busek-Studiofoto in München.

Wofür Sie die beste Werbung sind. Es gibt nicht viele, die in den 70ern noch so fit sind.

Schwarzenegger: Da haben Sie natürlich recht. Ich schätze mich schon sehr glücklich, dass ich noch so gut in Form bin. Ich radele jeden Morgen mit meinem Fahrrad zu „Gold’s Gym“ nach Venice Beach.

Darum benötigt Arnold Schwarzenegger keinen Seelenklempner

Sie waren sehr jung, als Sie aus Österreich in die USA gekommen sind. Seither stehen Sie durchgehend im Rampenlicht. Wie gehen Sie damit um, dass Sie immer und überall erkannt werden?

Schwarzenegger: Es macht mir wirklich nichts aus. Ich wollte doch schon immer, dass die Menschen meine Filme sehen oder mich als Gouverneur unterstützen. Dann kann ich mich ja nicht darüber beschweren, dass Leute auf mich neugierig sind und ich keine Privatsphäre habe. Ich habe es schon immer geliebt, Aufmerksamkeit zu bekommen (lacht). Und die kriege ich überall auf der Welt. Daher brauche ich auch keinen Seelenklempner, der sie mir gibt.

Ihre älteste Tochter Katherine hat gerade geheiratet. Freuen Sie sich schon darauf, Opa zu werden?

Schwarzenegger: Versuchen sie gerade, meinen Schwiegersohn Chris Pratt zu inspirieren, in Aktion zu treten (lacht)? Das ist witzig. Ich werden ihn heute Abend sehen und es ihm ausrichten. Ein Journalist sagt, dass ihr jetzt mal mit dem Kindermachen loslegen sollt.

Aber Sie wollen doch auch Enkel, oder?

Schwarzenegger: Auf jeden Fall. Wann auch immer es passiert: Ich freue mich darauf. Ich glaube, alle Eltern freuen sich darauf, Großeltern zu werden. Und Katherine ist prädestiniert dafür, eine Familie zu gründen.

Wenn Arnold Schwarzenegger die Bühne betritt, jubelt das Publikum. So auch in der Münchner Olympiahalle. In einem Vortrag verriet der österreichische Superstar im Mai seine Erfolgsgeheimnisse.

Interview: Dierk Sindermann

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