Schwarzenegger stellt sich in TV-Debatte

- Sacramento - Der Schauspieler und Gouverneurskandidat Arnold Schwarzenegger hat sich zum ersten und einzigen Mal vor den Wahlen am 7. Oktober im US-Westküstenstaat Kalifornien einer Fernsehdebatte mit seinen Hauptkontrahenten gestellt. Dabei zeigte sich der Hollywoodstar am Mittwochabend (Ortszeit) äußerst streitlustig und zuversichtlich, dass er den Sieg davontragen werde.

<P>"Es wird einen Gouverneur Arnold geben", sagte der Republikaner in der Diskussion, bei der es vor hauptsächlich um Maßnahmen zur Gesundung des hoch verschuldeten Bundesstaates Kalifornien sowie die Lage der illegalen Einwanderer ging.</P><P>Die Fernseh-Debatte wurde von Beobachtern vor allem als Test für die politischen Fähigkeiten von Schwarzenegger eingestuft. Der Action-Leinwandheld hatte es abgelehnt, an vorausgegangenen Kandidaten-Diskussionen teilzunehmen, und war deshalb scharf kritisiert worden. Bei der Debatte vom Mittwochabend waren die Kernfragen aus der Bevölkerung den Gouverneursbewerbern vorab bekannt, das heißt, sie konnten sich darauf vorbereiten. Allerdings lieferten sich die Bewerber zugleich untereinander einen spontanen leidenschaftlichen Schlagabtausch.</P><P>Bei der Wahl am 7. Oktober wird über eine Absetzung des derzeitigen demokratischen Gouverneurs Gray Davis und zugleich über den Nachfolger entschieden. An der Debatte in Sacramento nahmen die fünf Gouverneurskandidaten mit den derzeit größten Wahlchancen teil. Schwarzeneggers Hauptkontrahent ist der derzeitige demokratische Vizegouverneur Cruz Bustamante, der in jüngsten Umfragen rund fünf Prozent vor dem gebürtigen Österreicher lag. Aber auch der republikanische kalifornische Senator Tom McClintock hat in der letzten Zeit zugelegt und lehnt es weiterhin ab, sich zu Gunsten von Schwarzenegger aus dem Rennen zurückzuziehen.</P><P>Schwarzenegger, der einen Wirtschaftsaufschwung in Kalifornien als seine politische Priorität im Fall eines Wahlsieges bezeichnete, ging von Beginn an in die Offensive und lieferte sich insbesondere Zweikämpfe mit Bustamante und der unabhängigen Kandidatin Arianna Huffington. So warf er Bustamente vor, die kalifornischen Finanzprobleme herunterzuspielen. "Ihr Leute (Davis und die kalifornischen Demokraten) habt ein Suchtproblem und gehört in eine Entzugseinrichtung", sagte Schwarzenegger. "Ihr könnt einfach nicht damit aufhören, Geld auszugeben." Der temperamentvollen kampfeslustigen Huffington empfahl der Schauspieler, sie solle weniger Koffein zu sich nehmen.</P>

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