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Arnold Schwarzenegger fühlt sich auch mit 67 noch fit genug, um Terminator zu sein.

Schwarzenegger im Interview

So wird Arnies Comeback als Terminator

Los Angeles - "I'll be back." Dieses Versprechen löst Arnold Schwarzenegger am 9. Juli bei seinen Fans ein. Dann ist er in "Terminator: Genisys" wieder auf der Kinoleinwand zu sehen.

Zwar müssen die Fans noch bis zum 9. Juli warten bis Arnold Schwarzenegger sein Versprechen hält, aber im Interview am Set von “Terminator: Genisys” verriet er, was man von seinem Comeback als Killer-Roboter mit Herz erwarten kann.

Schwarzenegger: Es wird wieder eine tolle Story mit fantastischen Spezialeffekten. Entertainment pur – so wie in den drei ersten Teilen, in denen ich mitgespielt habe.

Wie fühlt es sich an, nach 15 Jahren wieder in Ihre Kultrolle zu schlüpfen?

Schwarzenegger: Einfach fantastisch. Als wäre ich nie weg gewesen. Es war wirklich leicht für mich, wieder zum Terminator zu werden, weil er schon längst ein Teil von mir ist. Ich habe das Glück gehabt, aus der Welt der Politik in die Welt des Films zurückkehren zu dürfen und wieder akzeptiert zu werden. Das haben nur wenige vor mir geschafft.

Hat sich Ihr Terminator im neuen Teil verändert?

Schwarzenegger: Nein. Ich spiele wieder das Terminator Model T-800. Eine Art väterlichen Aufpasser. Es gibt mich aber in anderen Varianten. Ich will aber nicht zu viel vorwegnehmen.

Wie haben Sie sich für den Film fit gemacht?

Schwarzenegger: Glücklicherweise trainiere ich ja nach wie vor regelmäßig. Das Gute ist, dass ich mich an dem Terminator orientiere, den ich vor 30 Jahren gespielt habe. Und der war nicht zu muskulös. Ich musste diesmal einfach nur 10 Pfund an Muskelmasse für meinen Part zunehmen.

Und das geht so einfach? Sie sind ja kein 30 mehr.

Schwarzenegger: Alles kein Problem! Ich habe einfach eine Stunde länger als normal trainiert und etwas schwerere Gewichte gestemmt. Wie vor jeder Actionrolle musste ich auch meine Ernährung umstellen. Ich habe hauptsächlich mehr Proteine zu mir genommen und ein paar Nahrungsergänzungsmittel. Wichtig ist, dass meine alten Verletzungen nicht neu aufbrechen.

Und die wären?

Schwarzenegger: Meine kaputte Schultern und Hüfte. Ich hatte ja schon mehrere Operationen deswegen. Deshalb kann ich mich auch sehr gut mit dem Terminator identifizieren. Wie bei ihm sind Teile dank der modernen Medizin austauschbar.

Wachen Sie manchmal mit Wehwehchen auf und denken „Mann, bin ich alt geworden“?

Schwarzenegger: Nein. Ich wache morgens auf und bin einfach nur dankbar, dass ich all die Dinge noch machen kann, die ich gerne tue.

Wie haben Sie sich sonst noch auf die Rolle vorbereitet?

Schwarzenegger: Ich habe mir die ersten drei Filme noch einmal genau angeschaut. Um mich einfach mit den winzigsten Details vertraut zu machen. Ich will so authentisch wie möglich die Mimik und Gesten hinbekommen. Eine schöne Reise in die Vergangenheit.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Terminator-Drehtag?

Schwarzenegger: Den werde ich nie vergessen. Es war 1983. Ich war unheimlich aufgeregt. Ich saß in einem Polizeiauto, hatte ein Gewehr in der Hand und habe damit rumgeballert.

Kultur werden würde?

Schwarzenegger: Ich nicht. Aber (Regisseur) James Cameron hatte den richtigen Riecher, wie groß das Ganze werden könnte. Wussten Sie, dass ich eigentlich gar nicht den Terminator spielen wollte?

Nein!

Schwarzenegger: Ich wollte der Held sein. Reese. Und nicht die böse Maschine. Aber James hat mir geschworen, dass am Ende mein Terminator viel heroischer rüberkommen würde als Reese. Er hat natürlich Recht behalten und ich habe nie bereut, auf ihn gehört zu haben. Es war der Auftakt zu einer Weltkarriere.

Wenn Sie die Welt von damals mit 2015 vergleichen...

Schwarzenegger: ...dann sind die Veränderungen wirklich enorm. Der erste Teil war damals noch reine Science Fiction. Heutzutage ist vieles von damals Realität. Die NSA, die uns digital ausspioniert, das Bankensystem, das Internet.

Also droht der technologische Fortschritt - wie im „Terminator“ prophezeit - zum Feind der Menschheit zu werden?

Schwarzenegger: So sehe ich das nicht. Technologie macht mir keine Angst. Wir müssen einfach nur wachsam sein, dass sie nicht missbraucht wird.

Sie werden im Juli 68. Denken Sie manchmal schon daran, in Rente zu gehen?

Schwarzenegger: Warum? Ich fühle mich wie ein junger Bursche. Ich bin voller Elan, Leidenschaft und Enthusiasmus – wie ein Welpe (bellt zwei Mal - lacht). Ich kann es kaum erwarten, was der nächste Tag an Aufregendem bringt.

Das kann man Ihnen ansehen!

Schwarzenegger  (strahlt): Ich bin einfach glücklich. Warum auch nicht. Mein Privatleben ist fantastisch, ich habe Kinder, auf die ich sehr stolz sein kann. Und dann habe ich immer noch die Möglichkeit, die Welt ein wenig zu verändern. Mit meinem Schwarzenegger-Institut an der Universität von Südkalifornien versuchen wir vernünftige politische Reformen zu lancieren. Und mit meiner R20 Organisation in Genf kämpfen wir für Umweltschutz. Die Gesundheit der Erde ist mir so wichtig wie die Gesundheit meines Körpers.

ds

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