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Til Schweiger (l) und Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius in Osnabrück.

Engagierter Schauspieler

Schweigers Flüchtlingszentrum: Das ist der Stand der Dinge

Hannover - Das geplante Engagement von Filmemacher Til Schweiger für die Flüchtlinge sorgte für Aufregung und Schlagzeilen. Was ist daraus geworden? Niedersachsens Innenminister ist des Lobes voll.

Das Engagement von Schauspieler und Filmemacher Til Schweiger (52) in einem Flüchtlingszentrum in Osnabrück nimmt Fahrt auf. „Wir sind schon sehr weit in den Planungen, da wird richtig was passieren“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius der Deutschen Presse-Agentur. Die „Til Schweiger Foundation“ beteiligt sich finanziell am Aufbau einer Kita, von Schulungsräumen für Sprachunterricht und einem Fitnessraum. Die Stiftung selbst kündigte auf Anfrage für Januar eine Pressemitteilung zu ihren Aktivitäten an und wollte sich vorher noch nicht dazu äußern.

Pistorius selbst hatte Schweiger auf die Idee gebracht, sich in Osnabrück zu engagieren. Schweiger hatte sich ursprünglich für eine geplante Erstaufnahmeeinrichtung im Harz einsetzen wollen. Die Planungen waren dort aber ins Stocken geraten.

Pistorius: „Er hatte sich von Nicht-Fachleuten beraten lassen, denen er wahrscheinlich heute so nicht mehr folgen würde, und hatte die Idee einer Muster-Einrichtung für Flüchtlinge im Kopf. Ich habe ihm dann in einem sehr guten und offenen Gespräch erklärt, was eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge eigentlich ist und was da alles dran hängt.“ So sei ein wichtiger Unterschied zur kommunalen Flüchtlingsunterbringung, dass die Menschen meist drei Monate in Erstaufnahmestandorten bleiben, ehe sie auf Kommunen verteilt werden.

Von Schweigers grundsätzlichem Willen, sich für Flüchtlinge einzusetzen, ist der Minister überzeugt: „Er hat sehr Konkretes vor in Osnabrück. Vielleicht etwas anders als zu Anfang gedacht - das liegt aber an den Gegebenheiten und nicht an seinem festen Willen“, sagte Pistorius, der Schweigers Engagement als vorbildlich würdigte. „Seine Idee war gut: als öffentliche Person und als jemand, der ganz andere Kreise erreicht als wir Politiker, das Thema zu besetzen; das hat er authentisch gemacht, sehr aufrichtig und sehr ehrlich.“

Der „Tatort“-Schauspieler Schweiger hat für seine Stiftung mit dem Sänger der Gruppe „Die Fantastischen Vier“, Thomas D., oder Fußballnationaltrainer Joachim Löw weitere prominente Mitstreiter gewinnen können.

dpa

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