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Shia LaBeouf tut's wirklich Leid. Oder doch nicht?

Ideenklau oder Werbeaktion?

LaBeouf entschuldigt sich für Entschuldigungen

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Los Angeles - Ein einfaches "Sorry" reichte nicht. Filmstar Shia LaBeouf hat mit einer Reihe von Entschuldigung für Aufsehen gesorgt. Doch meint er die auch wirklich ernst?

Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) ließ der Schauspieler („Transformers“) von einem Flugzeug aus den Satz „I am sorry Daniel Clowes“ in die Wolken über Los Angeles schreiben („Entschuldigung, Daniel Clowes“). Rätselhaft dazu sein Kommentar: Der bestand aus drei Definitionen des Wortes "cloud". Das kann im Englischen Wolke bedeuten, aber auch ein Server-Netzwerk zum Datenaustausch bezeichnen. Als Verb wird es mit "etwas verschleiern" übersetzt.

LaBeouf hatte kürzlich zugegeben, für seinen Kurzfilm „Howard Cantour.com“ einen Comic des Künstlers Daniel Clowes aus dem Jahr 2007 als Vorlage benutzt zu haben. Jetzt droht ihm juristischer Ärger. Ob der seiner Ideen Beraubte allerdings die wolkige Entschuldigung gesehen hat, ist zweifelhaft, denn er lebt in San Francisco, wie das Branchenblatt "Variety" meldet.

Auch die Entschuldigungen waren geklaut

Seit Tagen twittert der 27-Jährige, wie sehr ihm sein Abkupfern leidtue. „In meiner Aufgeregtheit und Naivität als Amateur-Filmemacher hab ich mich im kreativen Prozess verrannt“, schrieb er zerknirscht, „und ich habe es versäumt, ordnungsgemäß um Erlaubnis zu fragen“. Am Dienstag twitterte er: "Ich hab es versaut“, einen Tag später schob er nach: „Es war ein Fehler, ein fürchterlicher Fehler.“ Das Seltsame an diesen Entschuldigungen: Auch sie sind Plagiate! Promis wie Kanye West und Tiger Woods hatten sie in der Vergangenheit auf dem Kurznachrichtendienst hinterlassen. Das jedoch hat der Schauspieler nicht angegeben.

Der Kurzfilm mit dem Titel „Howard Cantour.com“ über einen Online-Filmkritiker ist am Montag (Ortszeit) online gestellt worden, mittlerweile aber nicht mehr verfügbar. Comic-Künstler Clowes hat sich auf seiner Homepage nicht zu der Affäre geäußert. Aufgrund dieser Merkwürdigkeiten wird bereits spekuliert, ob es sich bei der ganzen Geschichte um eine raffinierte Werbe-Aktion des Nachwuchs-Filmemachers handelt. LaBeouf stritt dies aber in einem Tweet ab und entschuldigte sich für die geklauten Entschuldigungen. Sie seien "unintelligent zweideutig und unnötig schmerzhaft" gewesen.

Neujahrs-Vorsatz hält drei Tage 

Für 2014 nahm LaBeouf sich vor, ein weniger kontroverser Twitter-Nutzer zu werden. Dieser Vorsatz hielt genau drei Tage, dann kam die nächste Entschuldigung. Die war diesmal an die "jüdische Gemeinschaft" gerichtet, namentlich seinen Schauspiel-Kollegen Seth Rogen und David Krumholtz gegenüber nahm er seine "hasserfüllten und gefährliche Worte" zurück. Welche das waren, blieb unklar: Die betreffenden Tweets waren bereits gelöscht worden. Die beiden Genannten jedenfalls nahmen es mit Humor. Seth Rogen schrieb: "So gut hat mich Shia LaBeouf noch nie unterhalten!"

dpa/hn

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