Skandal um Tila Tequila

Social-Media-Beauty mutiert zur Nazi-Braut

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    Dierk Sindermann
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Los Angeles - Sie wurde mit Hilfe von MySpace zu einem der ersten großen Social Media-Stars in den USA. Danach wurde aus dem It-Girl eine Skandalnudel. Doch jetzt hat Tila Tequila eindeutig den Bogen überspannt. 

Die als Thien Thanh Thi Nguyen geborene 35-Jährige nutzte ihren Cyber-Ruhm, um in Werbungen, Porno-Streifen und Reality Shows Geld zu machen. MTV gab ihr 2007 sogar eine eigene Dating-Show, auch in der britischen Ausgabe von „Promi Big Brother“ war Miss Tequila dabei - bis sie die Produzenten rauswarfen: Die Tochter vietnamesischer Eltern hatte offene Sympathien für Adolf Hitler geäußert und sich sogar als dessen Wiedergeburt („Nennt mich Hitila“) ausgegeben. Seither befindet sich die alleinerziehende Mutter auf einer Nazi-Spirale abwärts. 

So schockte Miss Tequila ihre Fans, als sie ihre kleine Tochter als Nazi-Führer verkleidete und ein Bild davon online stellte. Danach verkündigte sie ganz stolz, dass die von ihr generierte Story von „Baby Hitler“ auf Twitter voll im Trend lag. Es wurde noch schlimmer. Tequila veröffentlichte ein Online-Manifest „Warum ich mit Hitler sympathisiere: Teil 1“, postete ein Foto von sich mit Hakenkreuz-Armband vor dem Eingang von Auschwitz.

Zuletzt machte sie Negativschlagzeilen, als sie ein Foto von sich beim Kongress der “Alt-Right”-Neonazis in Washington veröffentlichte, wo auch der nächste US-Präsident Donald Trump gefeiert worden war. Auf dem Bild zeigt sie mit zwei rechtsradikalen Gesinnungsgenossen den Hitlergruß. Nur dass sie zu dumm war, „Sieg Heil“ richtig zu schreiben.

Seitdem wurde ihr Twitter-Profil deaktiviert. Auch auf Facebook, wo ihr mehr als 3,2 Millionen Menschen folgen, hat die Dame keinen Spaß mehr: Dort sieht sie sich mit einem üblen Shitstorm konfrontiert. Ob Tila jetzt wohl in der wohlverdienten Versenkung verschwindet?

DS/hn

Rubriklistenbild: © Twitter

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