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Sonja Zietlow

Gerichtsstreit um Scheinselbstständigkeit

Sonja Zietlow von Mitarbeiterin verklagt

München - „Dschungelcamp“-Moderatorin Sonja Zietlow (44) streitet sich vor Gericht mit einer ehemaligen Mitarbeiterin. Die wirft ihr vor, als Scheinselbstständige beschäftigt gewesen zu sein.

Die Frau war rund zwei Jahre als freie Mitarbeiterin beim Verein "Beschützerinstinkte" beschäftigt, der sich um die Förderung tiergestützter Therapie für behinderte und kranke Kinder kümmert. Im vergangenen Jahr wurde ihr gekündigt. Jetzt hat sie die Vereinsvorsitzende Zietlow verklagt, weil sie faktisch fest angestellt gewesen sei, und fordert beim Arbeitsgericht München Kündigungsschutz ein. Bis zu sieben Tage die Woche habe sie ausschließlich für den Verein gearbeitet, der sich für Hunde einsetzt. Zietlow habe sie als Scheinselbstständige beschäftigt.

Die RTL-Moderatorin bestreitet das. Sie sei davon ausgegangen, die Mitarbeiterin sei noch anderweitig tätig gewesen. „Sie war von uns aus immer frei“, sagte Zietlow. Das Gericht beschloss bei der Verhandlung am Dienstag nur, dass es prinzipiell für den Fall zuständig ist. Zietlow und ihre Anwältin hatten das bezweifelt und eine Verhandlung vor einem Zivilgericht angestrebt. Ob sie den Beschluss anfechten und vor das Landesarbeitsgericht ziehen wollen, hatten sie zunächst noch nicht entschieden.

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Sollten sie den Beschluss akzeptieren, wird das Arbeitsgericht sich mit den Vorwürfen gegen die Moderatorin und ihren Verein befassen. Die Ex-Mitarbeiterin hatte wegen des Vorwurfs der Scheinselbstständigkeit und Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen auch Strafanzeige gegen die Moderatorin gestellt. Daraufhin durchsuchte die Staatsanwaltschaft Ende Februar ihr Haus. Nach Angaben von Zietlows Anwältin gibt es bislang noch keinen Termin für eine mögliche Verhandlung.

Zietlow vermutete nach eigenen Angaben Rache hinter den Vorwürfen ihrer Ex-Mitarbeiterin. Diese wies das jedoch entschieden zurück und sagte: „Ich möchte hier öffentlich keine schmutzige Wäsche waschen.“

dpa

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