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Amy Adams wollte sich keine ihr unangenehmen Fragen beantworten.

Nach Sony-Hack

Peinliche Fragen: US-Show lädt Amy Adams aus 

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New York - Die US-Fernsehsendung „Today Show“ hat kurzfristig ein Interview mit Schauspielerin Amy Adams (40) abgesagt. Der Hollywoodstar wollte offensichtlich über ein bestimmtes Thema nicht reden.

Die mehrfach für den Oscar nominierte Actrice wollte, so melden verschiedene US-Medien, keine Fragen beantworten, die auf Informationen beruhten, die durch den Hacker-Angriff auf Sony an die Öffentlichkeit gelangt waren. Demnach hätten sowohl sie als auch ihre Kollegin Jennifer Lawrence für ihre Arbeit am Film "American Hustle" aus dem Jahr 2013 weniger Gage erhalten als ihre männlichen Co-Stars Bradley Cooper und Christian Bale. Von dem unfairen Deal hatte das US-Online-Portal "Daily Beast" zuerst berichtet.

Adams' Interview-Absage geschah offenbar sehr kurzfristig. Sie habe bereits im New Yorker Studio gesessen, schrieb „Deadline.com“. Als sie von der Frage erfuhr, weigerte sie sich, diese bei der Aufzeichnung zu beantworten und verlangte, diese nicht zu stellen - doch die Macher der Show bestanden darauf.

„Amy ist enttäuscht, dass „Today“ ihr eine Frage stellen wollte, mit der sie sich nicht wohlfühlt. Anstatt ihre Meinung zu respektieren oder fortzufahren, entschied man sich, ihren Auftritt in der Show zu streichen“, schrieb das „Weinstein“-Filmstudio, das Adams' neuen Film „Big Eyes“ produziert. „Nach stundenlangen Diskussionen haben wir uns unwohl mit den Forderungen gefühlt, die gestellt wurden“, hieß es am Montag (Ortszeit) in einem Statement der Show, aus dem mehrere US-Medien zitierten.

"American Hustle" war für zehn Oscars nominiert, ging aber leer aus. Sowohl Adams als auch Lawrence waren für ihre Darstellung in dem von Kritikern umjubelten Film mit einem Golden Globe ausgezeichnet worden.

Bei dem Hacker-Angriff auf Sony Pictures, hinter dem die USA Nordkorea vermuten, waren geheime E-Mails des Hollywood-Studios gestohlen und veröffentlicht worden. So kamen unter anderem neben einer frühen Fassung des Drehbuchs für den neuen James-Bond-Thriller auch Lästereien eines Hollywood-Produzenten ans Licht, der Oscar-Gewinnerin Angelina Jolie als "minimal talentierte, verwöhnte Göre" bezeichnete. Grund für die Cyber-Attacke soll die Polit-Satire "The Interview" sein, in der der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un getötet wird. Nach Attentats-Drohungen sagten US-Kinos die Premiere des Films ab.

dpa/hn

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