Sonya Hartnett mit Astrid-Lindgren-Preis geehrt

Vimmerby - Die australische Schriftstellerin Sonya Hartnett (40) hat am Mittwoch in Stockholm den diesjährigen Astrid-Lindgren- Preis erhalten.

Die Autorin nahm den mit fünf Millionen schwedischen Kronen dotierten Preis (536 000 Euro) aus der Hand der schwedischen Kronprinzessin Victoria (30) entgegen. Es ist der höchstdotierte Preis der Welt für Kinder- und Jugendliteratur. Der "Astrid-Lindgren- Gedächtnispreis für Literatur" war nach dem Tod der weltberühmten Autorin von Pippi Langstrumpf und anderen Kinderbuchklassikern 2002 von Schwedens Regierung gestiftet worden.

Die Jury, der auch eine Enkelin Lindgrens angehört, begründete ihre Entscheidung mit Hartnetts Rolle als einer der "wichtigsten Erneuerer des modernen Jugendromans". Weiter hieß es in der Begründung: "Mit psychologischer Tiefe und unter der Oberfläche tobender Wut schildert sie die Lebensbedingungen junger Menschen, ohne den dunklen Seiten des Lebens auszuweichen." Hartnett tue dies "mit sprachlicher Virtuosität und herausragender Erzählkunst: Ihr Werk wird zur Kraftquelle".

Die in Melbourne lebende Autorin hat bisher 19 Romane veröffentlicht, von der die Mehrzahl sich an ein anspruchsvolles jugendliches Lesepublikum richten. Sie ist die bisher jüngste Trägerin des Lindgren-Preises. Auf Deutsch sind bisher drei Bücher von ihr erschienen. Zuletzt brachte der Patmos Verlag 2005 den Roman "Prinzen" über das von der Umwelt isolierte Leben eines eineiigen Zwillingspaares heraus.

Bisherige Preisträger bei den vorangegangenen fünf Vergaben ab 2003 waren unter anderem die Österreicherin Christine Nöstlinger (2003) und 2007 die Banco del Libro in Venezuela, die sich die Förderung von Lesefertigkeiten und -möglichkeiten von Kindern zur Aufgabe gemacht hat.

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