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Spaniens Königin Sofia.

Spaniens Königshaus rückt von Äußerungen der Königin ab

Madrid - Das spanische Königshaus ist von umstrittenen Äußerungen von Königin Sofía zur Homo-Ehe und zu anderen politischen Themen abgerückt. Die Monarchin habe die - in einer Biografie wiedergegebenen - Meinungen "in einem privaten Rahmen" geäußert, betonte der Madrider Zarzuela-Palast in einem Kommuniqué. Außerdem seien die Äußerungen der Königin in dem Buch nicht korrekt zitiert worden.

Sofía hatte sich in der Biografie "La Reina muy de cerca" (Die Königin ganz aus der Nähe) nach Angaben der Autorin Pilar Urbano gegen die Homo-Ehe, gegen die Abtreibung und gegen Frauen-Quoten in der Politik ausgesprochen. Die Autorin wies nach Presseberichten vom Freitag die Darstellung des Königshauses zurück.

"Die Zitate in meinem Buch geben genau das wieder, was die Königin gesagt hat", betonte Urbano. Sofía habe bei den Gesprächen von Anfang an gewusst, dass ihre Äußerungen in einer Biografie abgedruckt würden. Außerdem habe das Königshaus das Buch gegengelesen und "grünes Licht" für die Veröffentlichung gegeben, sagte die anerkannte Autorin, die vor elf Jahren schon einmal eine Biografie der Königin veröffentlicht hatte.

Mehrere Frauenverbände, Organisationen von Homosexuellen und Politiker der Linken hatten gegen die in dem Buch abgedruckten Äußerungen protestiert. Die Madrider Zeitung "El Mundo" schrieb, die Zitate in der Biografie deuteten auf ein antiquiertes Weltbild der Königin hin. "Die Äußerungen waren nicht angebracht", hielt das Blatt der Monarchin vor. Die Darstellung des Königshauses, wonach Sofía nicht korrekt zitiert wurde, sei "wenig glaubwürdig". Die Zeitung "Público" titelte: "Warum hat sie (die Königin) nicht die Klappe gehalten?"

dpa

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