"Spiegel": Neue Vorwürfe gegen Gunther von Hagens

- Hamburg - Der umstrittene Leichen-Plastinator Gunther von Hagens war nach einem "Spiegel"-Bericht seit mindestens zwei Jahren über die Verwendung von Hinrichtungsopfern in seinem chinesischen Unternehmen informiert. So habe ihn im Februar 2002 ein Mitarbeiter der Leichenmanufaktur in Dalian informiert, dass bei "speziellen Körpern" wie den "frisch gespendeten und den exekutierten" eine besondere Behandlung" notwendig sei, berichtet das Nachrichtenmagazin.

<P>Von Hagens hatte erst am Donnerstag bestritten, wissentlich Leichen von Hinrichtungsopfern für seine "Körperwelten"-Ausstellung verarbeitet zu haben. Er könne aber nicht mit letzter Sicherheit ausschließen, dass seinen chinesischen Mitarbeitern Körper von Hingerichteten untergeschoben worden seien, sagte er in Frankfurt/Main.</P><P>Laut "Spiegel" darf von Hagens in Deutschland auch seinen Professoren-Titel nicht mehr führen. Sollte der Leichenpräparator hier zu Lande seinen von der chinesischen Universität Dalian verliehenen ProfessorenTitel ohne den Zusatz "VRC" für Volksrepublik China verwenden, könnte er wegen Missbrauchs von akademischen Titeln angeklagt werden, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Wissenschaftsministeriums.</P>

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