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Die weltbekannte argentinische Sängerin Mercedes Sosa ist gestorben. Ihre Anhänger zollen ihr Respekt.

Argentinien

Staatstrauer für Mercedes Sosa

Buenos Aires - Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner hat nach dem Tod der weltbekannten Sängerin Mercedes Sosa am Sonntag eine Staatstrauer angeordnet.

Zuvor hatte die Staatschefin zusammen mit ihrem Mann und früheren Präsidenten Néstor (2003-2007) und einem Teil ihres Kabinetts sichtlich bewegt von der im Parlament aufgebahrten Künstlerin Abschied genommen. Sosa war am frühen Sonntagmorgen nach längerer Krankheit im Alter von 74 Jahren an einem Leberleiden gestorben.

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Argentinische Sängerin Mercedes Sosa gestorben

Tausende Bürger defilierten den ganzen Tag über an ihrem offenen Sarg in dem Prunksaal des Parlamentsgebäudes, dem Saal der “Pasos perdidos“ (verlorene, überflüssige Schritte) vorbei. Auch spät in der Nacht brach der Strom von Anhängern nicht ab, die gefasst aber traurig an der liebevoll “Negra“ (die Schwarze) genannten Künstlerin vorbeizogen. Mehrere ihrer Künstlerkollegen, darunter Teresa Parodi, Marián und Chango Farías Gómez, Suna Rocha, Angela Irene und Piero, sangen unter Tränen vor dem Sarg einige der Klassiker wie “Luna Tucumana“, “Al jardín de la república“, “La añera“ und “Si llega a ser tucumana“, die Sosa weltberühmt gemacht hatte.

Ergreifende Augenblicke

Einer der ergreifendsten Augenblicke war gekommen, als die Präsidentin der Großmütter der Plaza de Mayo, Estela Carlotto, von Sosa Abschied nahm. Sie stand dort stellvertretend für die Zehntausenden Opfer der Militärdiktatur (1976-1983), darunter auch die von den Großmüttern bis heute gesuchten entführten Kinder der ermordeten Regimegegner. Die Musiker und alle anderen Anwesenden stimmten Sosas Lied “Valderrama“ an und klatschten langanhaltenden Beifall.

Auch der Fußball zollte Sosa eine letzte Ehre: alle Spiele begannen am Sonntag mit einer Schweigeminute. Sosa soll an diesem Montag eingeäschert werden. Entsprechend ihres Wunsches wird die Asche in ihrer Heimatprovinz Tucumán und in der von ihr besonders geliebten Provinz Mendoza verstreut sowie ein Teil auf dem Friedhof von Buenos Aires, Chacarita, beigesetzt werden.

dpa

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