Harald Schmidt.
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Urteil noch in dieser Woche erwartet

Stalker-Prozess: Entertainer Harald Schmidt sagt aus

Jahrelang wurde Entertainer Harald Schmidt und dessen Familie von einem Stalker erpresst und bedroht. Nun steht der Mann in Köln vor Gericht.

Köln - Am Montag um kurz vor elf Uhr betrat Harald Schmidt (60) das Landgericht in Köln. Er war für eine Zeugenaussage geladen – vor Gericht stand sein Stalker Franz W. (Name geändert), der Schmidt und dessen Familie bereits seit Jahren zu schaffen machte – ihn erpresste und bedrohte. „Was machen Sie beruflich?“, wollte die Richterin zu Beginn der Befragung wissen. „Schauspieler“, die knappe Antwort Schmidts.

Die erste Begegnung mit dem Stalker beschrieb Schmidt folgendermaßen. Er habe ihm an seinem Haus aufgelauert: „Er ging parallel am Gehweg lang, sagte so sinngemäß, wenn ich nicht reagiere, könnte er auch andere Saiten aufziehen“, sagte Schmidt. Er habe versucht, ruhig zu bleiben und einfach weiter zu gehen. Das sei etwa acht Jahre her gewesen. W. forderte 200.000 Euro von ihm und seiner Managerin. Sie habe alles versucht, das von ihm fernzuhalten. Nach einer mehrjährigen Pause sei es aber wieder schlimmer geworden. W., der zuletzt offenbar im Raum Köln im Obdachlosenmilieu lebte, ist erwiesenermaßen psychisch krank, wohnt bereits seit Monaten in einer psychischen Einrichtung. Bereits diese Woche wird ein Urteil erwartet – W. droht eine dauerhafte Einweisung.

mm/tz

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