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Sylvester Stallone mit den beiden Hauptdarstellern des Musicals "Rocky", Wietske van Tongeren und Drew Sarich  

Weltpremiere am Sonntag

„Rocky“-Musical: Stallone glaubt an Erfolg

Hamburg - Schauspieler Sylvester Stallone hat keinen Zweifel am Erfolg des Boxer-Musicals „Rocky - Fight From The Heart“, das an diesem Sonntag im Hamburger Operettenhaus Weltpremiere feiert.

„Das wird fantastisch“, sagte das „Rocky“-Original am Freitag auf einer Pressekonferenz. Stallone, der die Figur des Rocky Balboa für den ersten Film aus dem Jahr 1976 selbst kreierte, ist einer der Co-Produzenten des Musicals.

Dieses sei viel mehr als nur ein Remake des Films, erklärte Stallone. Die musikalische Inszenierung biete den Vorteil, die innere Stimme der Protagonisten hören zu können. Die „wunderschöne Liebesgeschichte“ werde die Zuschauer berühren. Das Budget der Produktion beläuft sich inzwischen auf 15 Millionen Euro.

Joe Frazier schlug Stallone blutig

Stallone ist auch in der Realität schon mal von einem Schwergewichtsboxer umgehauen worden. „Auf Rocky III wollte ich mich mit einem richtigen Kämpfer vorbereiten, ich wollte Joe Frazier“, erzählte der Actionfilm-Veteran. „Bumm! Nach sechs Sekunden im Ring hatte ich eine Wunde, die mit vier Stichen genäht werden musste“, erinnerte sich der heute 66-Jährige an die 80er-Jahre.

Der Schauspieler fragte Frazier, warum er das getan habe. Die Antwort des Ex-Schwergewichtsweltmeisters: „Ich habe im Ring nur Rocky gesehen."

Anfängliche Skepsis

Der Kultfilm als Musical, Rocky und Apollo singend und tanzend? „Man hat schon gemerkt, dass am Anfang eine gewisse Skepsis da war“, berichtet Britta Englisch, Sprecherin bei Stage Entertainment. „Doch damit hatten wir auch gerechnet, weil man sich eben noch nicht viel darunter vorstellen konnte.“ Je mehr aus dem neuen Stück aber zu hören und zu sehen gewesen sei, desto größer sei die Nachfrage nach Tickets gewesen. Jetzt gebe es für die Vorstellungen bis Ende des Jahres nur noch Restkarten.

Idealer Musical-Stoff

„Ich wollte immer ein Musical machen, aber ich habe nicht gedacht, dass es nochmal klappen würde“, hatte Stallone erklärt. Für Regisseur Timbers ist die Rocky-Geschichte aus zwei Gründen wie gemacht für ein Musical: Es biete eine „innige Liebesgeschichte“ und das „heldenhafte Spektakel des Boxkampfes“. Das Stück basiert auf dem ersten der insgesamt sechs Boxer-Dramen. Darin verliebt sich Underdog Rocky in die schüchterne Adrian und tritt zum Kampf gegen Apollo Creed an. Musikalisch gibt es auch einen Ausflug zu „Rocky III“, dessen Titelsong „Eye Of The Tiger“ der Band Survivor zum Hit wurde.

Intensive Vorbereitungen

50 Stunden trainierte Rocky-Darsteller Drew Sarich allein mit seinem Personal Trainer, um für die Rolle in Form zu kommen. 60 Minuten dauert es in der Maske, bis er sich in den Boxer verwandelt hat. Wie es ihm gelingt, das Herz von Adrian (Wietske van Tongeren) zu erobern, wollen sich am Sonntag Premierengäste wie TV-Moderator Jörg Pilawa, Rockmusiker Udo Lindenberg und Filmregisseur Sönke Wortmann anschauen.

dapd/dpa

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