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Jamie Oliver bezeichnet Theresa Mays Pläne als "Schande".

Streit ums Schulessen

"Schande": Starkoch Jamie Oliver attackiert Theresa May

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Jamie Oliver setzt sich schon lange für gesundes Schulessen ein. Jetzt legt sich der Fernsehkoch deswegen mit der Premierministerin an.

London - Der britische Starkoch Jamie Oliver (41) hat die Pläne von Premierministerin Theresa May, das kostenlose Mittagessen für viele Grundschulkinder abzuschaffen, als "Schande" kritisiert. "Es ist eine Tatsache, dass Kinder nach einem anständigen Lunch leistungsfähiger sind", sagte Oliver. "Die Logik hinter dieser Entscheidung ist extrem besorgniserregend."

Der Fernsehkoch und Vater von fünf Kindern setzt sich seit längerem für gesunde Ernährung und gegen Junkfood ein. Seine Kampagnenseite verweist auf Zahlen, wonach jedes dritte britische Kind die Grundschule mit Übergewicht oder schwer fettleibig verlässt. "Dennoch spazieren wir offenen Auges in diese Krise, trotz der Folgen für unsere Gesundheit, unsere öffentliche Versorgung und unsere Wirtschaft."

Das am Donnerstag vorgestellte Wahlprogramm der konservativen Partei sieht vor, das eingesparte Geld zum Teil in ein kostenloses Frühstück für Grundschulkinder zu stecken. Ein Frühstück sei genauso effektiv wie ein warmes Mittagessen und könne zu einem Zehntel der Kosten bereitgestellt werden, lautet das Argument der Tories. Schüler aus einkommensschwachen Familien sollen weiter gratis Lunch bekommen.

Die kostenlose Mahlzeit war ein zentrales Anliegen der einst mitregierenden Liberaldemokraten. Deren bildungspolitische Sprecherin Sarah Olney verglich May mit Margaret Thatcher. Diese hatte - vor ihrer Zeit als Premier - wegen der Schul-Sparpolitik den Spitznamen "milk snatcher" verpasst bekommen, Milch-Diebin. "An Theresa May wird man sich als die Lunch-Diebin erinnern", sagte Olney.

Der 41-Jährige dürfte seit geraumer Zeit sowieso nicht besonders gut auf die britische Premierministerin zu sprechen sein. Der Beschluss, aus der EU auszutreten, betrifft ihn direkt: Sechs Restaurants des Brexit-kritischen Starkochs droht in seinem Heimatland aufgrund der wirtschaftlichen Folgen die Schließung.

dpa/hn

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