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Rick Parfitt (l.) und Francis Rossi von Status Quo.

Trauer um Rock-Gitarrist

„Status Quo“-Musiker Rick Parfitt gestorben

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London - Seit knapp fünf Jahrzehnten rocken sie „all over the world“. Jetzt ist im Schicksalsjahr 2016 mit dem Gitarristen Rick Parfitt von Status Quo ein weiterer Großer der Rockmusik von uns gegangen.

Der Status-Quo-Musiker Rick Parfitt ist tot. Der Gitarrist starb im Alter von 68 Jahren, wie der Manager der Band am Samstag auf der Facebook-Seite der britischen Rocker mitteilte.

Demnach hatte sich der Musiker, der zuletzt mit seiner dritten Ehefrau Lyndsay Whitburn und ihren gemeinsamen Zwillingen im spanischen Málaga lebte, bei einem Sturz die Schulter verletzt. Weil es nach einer Operation zu Komplikationen kam, war er am Donnerstag in ein Krankenhaus in Marbella eingeliefert worden. Er starb an den Folgen einer Infektion.

Geboren am 12. Oktober 1948 wuchs Patfitt in einer Kleinstadt südlich von London auf und lernte mit elf Jahren Gitarre spielen, inspiriert vom „King of Skiffle“ Lonnie Donegan. 1967 stieg Parfitt bei Status Quo ein. Nach den ersten psychedelischen Ausflügen wie „Pictures Of Matchstick Men“ schaffte die Band den Durchbruch Anfang der 70er Jahre mit einer Reihe von eher ungeschliffenen, rockigen Hits wie „Paper Plane“ oder „Caroline“.

Danach wichen Status Quo nur selten von ihrem Erfolgsrezept ab - eingängige Melodien, drei Akkorde - und verkauften damit über 120 Millionen Platten. 1985 spielten sie „Rocking All Over The World“ zum Auftakt von Bob Geldofs „Live Aid“ und brachten im Londoner Wembley-Stadion 100.000 Menschen zum Toben.

Die „neun Leben“ des Rick Parfitt

Parfitts erste Ehe zerbrach, als seine zweijährige Tochter Heidi im Pool in seinem Haus in Surrey ertrank. Die zweite litt unter seinen Frauengeschichten und seinem extremen Alkohol- und Drogenkonsum. Sein exzessiver Lebensstil hatte späte Folgen: 1997 überstand er den ersten Herzinfarkt, gefolgt von Kehlkopfkrebs und zwei weiteren Herzinfarkten. Den vierten hatte er im Juni 2016 nach einem Konzert in der Türkei - für Minuten sei Parfitt „praktisch tot“ gewesen, sagte der Bandmanager.

Im Oktober 2016 gab Parfitt daher bekannt, dass er mit Status Quo nicht mehr auftreten werde. Für das kommende Jahr auf eine Solo-Karriere sowie die Veröffentlichung seiner Autobiografie gefreut. Ein Album sei in Vorbereitung gewesen. 

Seit ihrer Gründung in den späten 60ern waren Status Quo mehr als 60 Mal in den britischen Charts vertreten - öfters als jede andere Rockband.

dpa/hn

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