Stefan Raab muss 70 000 Euro Schadensersatz zahlen

- Hamm - TV-Moderator Stefan Raab, die Produktionsfirmen seiner Sendung "TV Total" und der Sender ProSieben müssen der Schülerin Lisa Loch 70 000 Euro Schadensersatz zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Hamm am Mittwoch entschieden. Raab hatte den Namen der Essenerin in seinen Sendungen für anzügliche Witze benutzt. Das Gericht sah die Persönlichkeitsrechte der Schülerin verletzt. Das Landgericht Essen hatte ihr in erster Instanz eine geringere Summe zugebilligt.

Satire habe einen beachtlichen Freiraum, dürfe eine Person aber im Kern nicht verletzen, urteilten die Richter. Zu bedenken sei vor allem, dass die Frau zum Zeitpunkt der Ausstrahlung der Sendung minderjährig gewesen sei. "Für alle Nichtprominenten, die Medienopfer geworden sind oder noch werden könnten, ist das eine Richtung weisende Entscheidung", sagte Frank Roser, der Anwalt der Schülerin.<P>Die junge Frau hatte nach ihrer Darstellung stark unter den öffentlichen Hänseleien gelitten. Die Gymnasiastin hatte als 16-Jährige den Schönheitswettbewerb "Miss Rhein-Ruhr" gewonnen. Einen Fernsehspot, in dem sie sich für eine Misswahl mit den Worten "Mein Name ist Lisa Loch und ich bin 16 Jahre alt" vorstellte, nahm Raab zum Anlass für die Satire. Er veröffentlichte er ein Wahlplakat der fiktiven "Lisa-Loch-Partei", das ein kopulierendes Paar zeigt.</P><P>Raab-Anwalt Heiko Klatt hatte zum Auftakt der Prozess-Serie den TV-Moderator vor Gericht in Schutz genommen. "Es war nicht die Absicht, eine Privatperson in einer Weise zu diskreditieren, dass sie darunter leidet".</P>

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