Streit um Uschi Glas' Hautcreme geht weiter

- Berlin - Im Streit um eine von Schauspielerin Uschi Glas (61) vermarktete Gesichtscreme hat die Herstellerfirma 4S-Marketing GmbH am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht schweres Geschütz gegen die Stiftung Warentest aufgefahren. Unseriös und nicht wissenschaftlich sei der Test gewesen, das Testlabor nicht neutral, argumentierte Kläger-Anwältin Tanja Irion. Es seien gar Frauen mit Hautkrankheiten einbezogen worden, warf sie der Stiftung vor. "Schadenersatz dem Grunde nach" wurde gefordert, zudem sollte das Testergebnis nicht weiter verbreitet werden dürfen.

<P>Die renommierte Stiftung Warentest hatte das nicht ganz preiswerte, im Fernsehkanal Home Shopping Europe vertriebene Schönheitsmittel als "mangelhaft" eingestuft. Obwohl noch keine Entscheidung fiel und jetzt beide Seiten noch Schriftsätze bis zum nächsten Termin am 14. April studieren müssen, gaben sich beide Kontrahenten optimistisch, dann als Gewinner aus dem Prozess hervorzugehen. Der Anwalt der Stiftung, Ulrich Franz, blieb in der Verhandlung nichts schuldig. "Wenn bei acht Probandinnen Hautvergiftungen festgestellt wurden und sieben Frauen den Test abgebrochen haben, dann ist das für Sie eine Katastrophe."</P><P>Der Hersteller müsste nach unverträglichen Stoffen suchen und nicht die Stiftung, unterstrich Franz. Diese stehe zu ihrem Ergebnis, das auf "hohem Niveau" erreicht wurde. Der Anwalt hielt ein Bild vom rotfleckigen, geschwollenen Gesicht einer Frau in den Saal, die die Creme getestet hatte. Auf die Bemerkung der Kläger-Anwältin, dass hier behauptet werde, es habe noch nie so schlimme Nebenwirkungen gegeben, sagte Franz: "Das ist richtig."</P><P>Uschi Glas erschien nicht selbst vor Gericht, um den sachlichen Ablauf des Verfahrens nicht zu gefährden. Richter Michael Mauck machte ihr wenig Hoffnung: Die bislang von den Klägern vorgelegten Gutachten hätten ihn nicht davon überzeugt, dass das Ergebnis von Stiftung Warentest falsch sei.<BR></P>

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