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Christoph Maria Herbst bei der Premiere des "Stromberg"-Films in Berlin.

Christoph Maria Herbst

"Stromberg": Vom wahren Leben inspiriert

Hamburg - Das Büro-Ekel Stromberg, verkörpert von Christoph Maria Herbst, ist zwar eine erfundene Figur, doch sie basiert teilweise auf Menschen, die dem Schauspieler begegnet sind.

Anfang der 80er Jahre habe er eine Lehre als Bankkaufmann absolviert und in dieser Zeit eine ganze Reihe ziemlich fieser Vorgesetzter getroffen, erzählte der 48-Jährige der Illustrierten „Stern“. „Es gab richtige Charakterschweine“, schildert der Schauspieler in dem Interview. „Typen, die nach oben gebuckelt und nach unten getreten haben.“

Ihn selbst hätten sie allerdings meistens in Ruhe gelassen. „Die merken ja, mit wem sie's machen können.“ Er habe sich bei verbalen Angriffen meist mit einem Spruch oder Spott gewehrt. Ein Kämpfer sei er dennoch nicht gewesen, sondern eher „erschreckend stromlinienförmig“, erinnerte sich Herbst.

„Ich habe auch sonderbare Situationen erlebt, in denen ich nicht wusste, was mir geschah.“ Besonders unangenehm sei ihm ein Erlebnis in Erinnerung geblieben: Da habe er vor einer Gruppe von Vorgesetzten auf Befehl einen sächselnden Ingenieur spielen müssen, weil sein Chef ihn in dieser Rolle in einem Privattheater gesehen hatte. „Das war schon sehr erniedrigend“.

An diesem Donnerstag kommt der „Stromberg“-Film mit Herbst als Titelfigur bundesweit in die Kinos.

dpa

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