Pop-Sängerin Christina Stürmer darf die österreichische Nationalhymne verändern.

Stürmer darf Nationalhymne verändern

Wien - “Heimat bist du großer Söhne - und Töchter!“: Pop- Sängerin Christina Stürmer (28) darf den Text der österreichischen Nationalhymne im Sinne der Gleichberechtigung verändern.

Der Oberste Gerichtshof wies in Wien nach einjährigen Verhandlungen über mehrere Instanzen eine Urheberrechts-Klage endgültig ab. Der Streit drehte sich um zwei Wörter: Die Erben der Textdichterin Paula von Preradovic wollten Stürmer dazu zwingen, in ihrer rockigen Version der Hymne den Zusatz “und Töchter“ in der Zeile “Heimat bist du großer Söhne“ wegzulassen. Auftraggeber der Bearbeitung war das Unterrichtsministerium, das den Stürmer-Song für eine Bildungskampagne nutzte. Die Pop-Version allein sei bereits eine Absurdität, vor allem habe die Regierung aber nicht das Recht, den Text zu verfälschen, beklagten sich damals die Erben über ihren Anwalt.

Die obersten Richter sahen das in dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil ganz anders: Die Veränderungen seien gerechtfertigt, ließen den Sinn des Textes unberührt und entstellten das Werk nicht. Die Bearbeitung sei in der Absicht erfolgt, den Grundsatz der Gleichbehandlung beider Geschlechter zum Ausdruck zu bringen. Zudem habe Stürmer eine Kurzfassung der Bundeshymne geschaffen, die für junge Menschen ansprechender sei und in ihrem Aufbau dem Schema vieler Pop-Songs entspreche.

dpa

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