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Nicolas Hayek, der Gründer von der Swatch-Uhren, ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Swatch-Gründer Nicolas Hayek gestorben

Biel - Der Gründer der Schweizer Swatch Group, Nicolas Hayek, ist am Montag im Alter von 82 Jahren gestorben. Seit 2003 führt sein Sohn Nick das Unternehmen.

“Nicolas G. Hayeks größter Verdienst war sein enormer Beitrag zur Rettung der Schweizer Uhrenindustrie und die Gründung und kommerzielle Entwicklung der Swatch Group“, teilte das Unternehmen mit. Hayek sei unerwartet am Montag einem Herzversagen in seinem Büro in Biel erlegen, hieß es. Hayek sollte in den 80er Jahren im Auftrag Schweizer Banken zwei Uhrenhersteller abwickeln, die am Rande des Bankrotts standen. Die Banken gaben Uhren “Made in Switzerland“ gegen die billige Konkurrenz digitaler Uhren aus Asien keine Chance mehr.

Doch Hayek war überzeugt, dass die beiden Firmen überleben können, wenn sie weniger teure Produkte herausbringen. Er erklärte den Traditionalisten von SMH 1984, dass eine billige Uhr die Zeit genauso gut anzeigen könne wie eine teure und ließ ein Modell mit einem Plastikarmband - die Swatch - produzieren. SMH wurde 1998 in Swatch umbenannt. Hayek führte Plastikgehäuse, Quartz-Technologie und Massenproduktion ein, um Uhren billiger produzieren zu können. Die Swatch-Uhren wurden ein weltweiter Mode-Erfolg.

Doch neben der Massenproduktion führte Hayek Luxusmarken wie Breguet, Calvin Klein, Longines und Omega weiter: “Es gibt Leute, die kaufen diese Uhren wie andere Picassos“, sagte er in einem Zeitungsinterview 2004. Hayek, der am 19. Februar 1928 in Beirut geboren wurde, stieg zu einem der reichsten Schweizer Unternehmer auf. Im Alter von sieben Jahren kam er in die Schweiz, er studierte in Frankreich. 1998 präsentierte er eine weitere ungewöhnliche Idee: Die eines ultrakompakten zweisitzigen Stadtautos, dem Smart. Ein Auto für die Stadt müsse nur Platz für zwei Erwachsene und einen Kasten Bier haben, argumentierte er und überzeugte den DaimlerChrysler-Konzern von seinem Konzept.

dapd

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