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„Konnte kaum davon leben“: So wenig verdiente Karolin Kandler als „Tagesschau“-Sprecherin pro Sendung

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Karolin Kandler moderierte von 2018 bis 2022 die „Tagesschau“ in der ARD. Jetzt blickte die TV-Bekanntheit zurück und verriet, dass sich diese Zeit finanziell kaum gelohnt hat.

München – Karolin Kandler (38) ist das neue Gesicht der ProSieben-Nachrichten und präsentiert um 18 Uhr fast täglich „Newstime“. Zuvor war die zweifache Mutter vier Jahre lang bei der ARD und moderierte bis 2022 die „Tagesschau“. Jetzt zog Karolin Kandler Bilanz und gewährte Einblicke in die Finanzen einer „Tagesschau“-Moderatorin.

Karolin Kandler über „Tagesschau“-Job: „Vier Jahre lang fast umsonst gearbeitet“

Im Oktober wurde bekannt, dass Karolin Kandler die ARD verlässt und für ihren Traumjob zu ProSieben wechselt. Im Interview mit Bild blickte sie nun auf ihre Zeit in der ARD zurück. Da sie in München lebt, die „Tagesschau“ aber aus Hamburg gesendet wird, waren ihre Ausgaben fast höher als das Gehalt. „Sechs Tage arbeiten im Monat haben mich mindestens 550 Euro für Hotel, 500 Euro für Bahnfahrten und manchmal bis zu 900 Euro für zwei Babysitter gekostet, wenn meine Mutter nicht helfen konnte und ich beide Kinder in München und in Hamburg unterbringen musste“, zählte sie auf.

Ein „Tagesschau“-Moderator bekommt 350 Euro pro Sendung. Damit hat Kandler 2.100 Euro verdient und 1.950 Euro ausgegeben. „Der Rest ging für Essen drauf“, meinte sie. Dass das kein lukratives Geschäft war, ist ihr bewusst. „Neben der Liebe für diesen Job und das Team habe ich bei der ‚Tagesschau‘ vier Jahre lang fast umsonst gearbeitet! Und da fragst du dich als Frau am Ende: Lohnt sich die Arbeit dann überhaupt noch? Rechnet sich das?“ Sie habe versucht, diese Zeit als Investment in ihre Zukunft zu sehen: „Dann tat das Geld nicht so sehr weh. Und ich finde, es hat sich gelohnt!“

Wer ist Karolin Kandler

Nach dem Abitur begann Karolin Kandler ein duales Studium. Es bestand aus der Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Deutschen Bank in Kombination mit dem Studiengang International Business Administration. Später machte sie ihr Volontariat bei münchen.tv und nahm Sprechtraining. Von 2012 bis 2013 war sie Moderatorin, Redakteurin und Reporterin beim Deutschen Anleger Fernsehen. Im Anschluss war Karolin Kandler als Moderatorin beim Fernsehsender Sky Sport News HD angestellt. Seit April 2018 moderierte Kandler auf Tagesschau24 die Nachrichten. Sie kehrte außerdem zur Sportmoderation zurück: Im September 2022 gab sie ihr Debüt als Moderatorin des Sportblocks in den Tagesthemen. Im Oktober wurde bekannt, dass sie zu ProSieben wechselt.

Mama und Moderatorin – Karolin Kandler will beides sein, aber es kostet

Karolin Kandler macht keinen Hehl daraus, dass ihre beiden Kinder ihrer Karriere im Wege stehen. „Du musst als Frau im Job einfach draufzahlen, wenn du nach den Kindern nicht in der alten Rollenverteilung stecken bleiben willst.“ Nachwuchs sei in ihren Augen eine Karriere-Blockade. „Man muss extrem viel Geld investieren, um nach der Elternzeitphase wieder ins Job-Rennen einzusteigen und mitlaufen zu können, um nicht abgehängt zu werden“, betonte die TV-Bekanntheit.

Karolin Kandler moderiert die „Tagesschau“
Karolin Kandler moderierte von 2018 bis 2022 die „Tagesschau“ in der ARD. Nun blickte die Münchnerin auf diese Zeit zurück und gewährte Einblick in ihre damaligen Finanzen © NDR/Thorsten Jander

Ihr Abschied von der ARD fiel ihr aber trotz der finanziellen Misslage während des Jobs schwer. In ihrer letzten „Tagesschau“-Sendung kamen Karolin Kandler sogar live im TV die Tränen. Verwendete Quellen: bild.de

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