Tatjana Gsell muss erneut vor Gericht

- Nürnberg - Der Prozess gegen Tatjana Gsell wird neu vor einer höheren Gerichtsinstanz aufgerollt. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft legte gegen das Urteil des Amtsgerichts Berufung ein, teilte ein Justizsprecher mit.

<P>Die Arztwitwe Gsell und ihr Jugendfreund, ein vom Dienst suspendierter Staatsanwalt aus den bayerischen Hof, waren am vergangenen Freitag wegen Vortäuschens einer Straftat und versuchten Versicherungsbetrugs zu Bewährungsstrafen von 16 beziehungsweise 15 Monaten sowie zu Geldbußen von 30 000 beziehungsweise 3000 Euro verurteilt worden.</P><P>Oberstaatsanwalt Walter Knorr hatte hingegen für Tatjana Gsell eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten und eine Geldauflage von 40 000 Euro gefordert. Für den 33-jährigen Ex-Staatsanwalt hatte er eine Haftstrafe von 16 Monaten auf Bewährung beantragt und von einer Geldbuße abgesehen. Wie die Staatsanwaltschaft die Berufung begründet, war noch nicht bekannt. Eine Begründung werde frühestens nach Zustellung des Urteils in fünf Wochen vorliegen, sagte der Justizsprecher. Zu einem neuen Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth werde es nicht vor Herbst kommen.</P><P>Wie bereits erwartet, legte auch der Verteidiger des 33-Jährigen Rechtsmittel ein. Er hatte für seinen Mandanten Freispruch gefordert. Die beiden waren nach Überzeugung des Gerichts maßgeblich daran beteiligt, im Januar 2003 einen Überfall auf Gsells Ehemann, den 76-jährigen Schönheitschirurgen Franz Gsell, zu inszenieren. Damit sollte ein geplanter Versicherungsbetrug vertuscht werden. Franz Gsell war in den Überfall eingeweiht. Er wurde jedoch bei Handgreiflichkeiten so schwer verletzt, dass er zwei Monate später starb.</P>

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