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"So geht's nicht, Apple!", sagte Taylor Swift - und der Milliarden-Konzern knickte prompt ein.

Regeln nach Kritik geändert

Swift setzt sich gegen Apples Streamingdienst durch

Cupertino - Taylor Swift ist über Nacht zur mächtigsten Künstlerin im Musikgeschäft geworden. Jetzt setzte sie sogar eine Änderung der Regeln beim neuen Streamingdienst von Apple durch.

Sängerin Taylor Swift hat Apple zu einer Änderung der Konditionen für Künstler beim neuen Musikdienst des Konzerns gebracht. Wenige Stunden nach einem offenen Brief von Swift gab Apple nach und erklärte, dass Musiker auch während der kostenlosen dreimonatigen Probezeit Geld bekommen werden. Ursprünglich wollte Apple Music während der dreimonatigen kostenlosen Testphase für neue Nutzer wollte der Konzern keine Abgaben an Plattenfirmen zahlen, von denen ein Teil an die Künstler weiterfließt - Apple bekommt in dieser Zeit ja schließlich auch kein Geld . Dafür sollten sie danach einen etwas höheren Umsatzanteil von 71,5 bis 73 Prozent bekommen, wie Apple-Manager Robert Kondrk vor einigen Tagen dem Tech-Blog „Recode“ sagte. In der Branche gelten etwa 70 Prozent als üblich.

"Wir bitten Sie nicht um kostenlose iPhones"

Die 25-Jährige Swift hatte die ursprünglichen Pläne in einem Blogeintrag am Sonntag als „schockierend und enttäuschend“ verurteilt und Apple eindringlich aufgerufen, die Zahlpause zu überdenken. „Wir bitten Sie nicht um kostenlose iPhones. Bitte verlangen Sie von uns nicht, Ihnen unsere Musik ohne Gegenleistung zur Verfügung zu stellen.“ Zugleich betonte die Sängerin, dass sie viel Respekt für das Unternehmen übrig habe.

Auch Independent-Labels hatten sich zuvor mit Apples Vorgehensweise unzufrieden gezeigt. Einige Kritiker verwiesen darauf, dass Apple zum Ende des vergangenen Quartals Geldreserven von mehr als 190 Milliarden Dollar hatte. Apple habe die Stimme von Swift und der Independent-Künstler gehört, schrieb Cue beim Kurznachrichtendienst Twitter. Die Sängerin zeigte sich auf Twitter "beschwingt und erleichtert", wie sie schrieb.

Swifts Album „1989“ verkaufte sich seit der Veröffentlichung im vergangenen Herbst allein in den USA rund fünf Millionen Mal. Apple dürfte mit dem Absatz über seine iTunes-Plattform einen erheblichen Anteil daran gehabt haben.

Swift verweigerte sich schon Spotify

Der Chef der Apple-Plattform iTunes, Eddy Cue, sagte dem Technologie-Blog „Recode“, das Umdenken sei von Swifts offenem Brief ausgelöst worden. Er habe die Änderung mit Konzernchef Tim Cook besprochen. Apple werde die Künstler bei seinem Streaming-Dienst Apple Music während der Gratis-Probezeit zu einem nicht näher genannten Tarif pro Abruf ihrer Songs bezahlen. Es ist unklar, was die Änderung Apple kosten wird.

Swift hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt, als sie ihre Alben bei Spotify abzog, weil der Dienst auch eine werbefinanzierte Gratis-Version hat. Die Sängerin sieht darin eine Entwertung von Musik. Jetzt hatte sie angekündigt, sie werde ihr aktuelles Album „1989“ dem Streaming-Service von Apple vorenthalten.

Boom der Streamingdienste

Beim Streaming wird die Musik direkt aus dem Netz abgespielt. Apple setzte bisher auf den Verkauf von Musik zum Herunterladen. Mit dem Start von Apple Music am 30. Juni stößt der iPhone-Konzern ins Streaming-Geschäft vor, in dem bisher die schwedische Firma Spotify der Marktführer ist. Apple konnte eine negative Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wenige Tage vor dem wichtigen Marktstart überhaupt nicht gebrauchen.

Bei den Gratis-Versionen der Streamingdienste wird die Musik durch Werbung unterbrochen und die Funktionen sind eingeschränkt. Zum Beispiel kann man nicht einzelne Songs auswählen. Für die Bezahlvarianten mit vollem Funktionsumfang gibt bei den Konkurrenzdiensten meistens nur eine einmonatige Probezeit statt drei Monaten wie bei Apple.

dpa

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