Taylor Swift räumt bei American Music Awards ab

Los Angeles - Es sollte der Abend von Adele werden, aber es wurde der von Taylor Swift. Die 21-Jährige hat in Los Angeles gleich drei der begehrten American Music Awards abgeräumt. Blickfang des Abends war aber ein deutscher Star.

Gerade 21 und schon eine Musiklegende: Taylor Swift hat die Verleihung der American Music Awards dominiert. Die Countrysängerin bekam am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles drei der begehrten Musikpreise. Das ist nur eine Auszeichnung mehr als die Londonerin Adele und die New Yorkerin Nicki Minaj bekamen. Aber Swift wurde auch “Künstlerin des Jahres“. Die junge Frau ist nicht etwa im Herzland des Country, den Südstaaten, sondern dem sehr deutsch geprägten Pennsylvania im Nordosten der USA aufgewachsen.

Eigentlich war Adele die Favoritin für den Hauptpreis und für den Abend an sich. Denn die englische Soulsängerin, selbst auch erst 23, hatte mit vier die meisten Nominierungen. Zum Schluss reichte es für zwei Preise.

Den Preis als “beste Künstlerin“, ganz zum Schluss der Show vergeben, schien Swift selbst zu überraschen. Sie dankte “meinen Freunden, meiner Familie, Gott - ach, einfach allen, denen ich so viel zu verdanken habe“. Um den Preis hatte sie mit Adele, Katy Perry, Lil Wayne und Lady Gaga konkurriert.

Lady Gaga blieb diesmal, völlig ungewohnt, ohne Preis. Auch Katy Perry gewann in keiner der Kategorien, bekam aber einen Sonderpreis: Die 27-Jährige erhielt eine Auszeichnung aus der Hand von Supermodel Heidi Klum, weil sie als erste Frau von nur einem Album fünf Singles ausgekoppelt und zu Nummer-Eins-Hits gemacht hatte. Das hatte vor ihr nur Michael Jackson geschafft.

Ein strahlender Star des Abends war eine vierfache Mutter von fast 40 Jahren, die gar nicht singt: Heidi Klum zog die Blicke mit einem silberglänzenden Kleid auf sich.

Die American Music Awards sind seit fast 40 Jahren die Konkurrenzpreise zu den Grammys. Die kleinen goldenen Grammophone gelten zwar als die wichtigeren Auszeichnungen. Die AMAs haben aber eine hohe Bedeutung, weil die Preisträger nicht von der Musikindustrie, sondern durch Verkaufszahlen und Internetabstimmungen bestimmt werden. Erfolgreichster Künstler der AMA-Geschichte: Michael Jackson mit 26 Preisen. Im vergangenen Jahr hatte Justin Bieber vier Preise gewonnen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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