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Elvis Presley soll seinerzeit von seiner Plattenfirma ausgebeutet worden sein.

Teilerfolg im Streit um Elvis-Erbe

München - Elvis Presley ist der unumstrittene „King of Rock'n'Roll“. Er soll seinerzeit von seiner Plattenfirma ausgebeutet worden sein. Die Rechtsnachfolger kämpfen seit Jahren um Nachzahlungen. Jetzt sind sie einen kleinen Schritt weiter.

Im Münchner Prozess um das Millionenerbe von Elvis Presley hat die Firma Elvis Presley Enterprises, an der Elvis' Tochter Lisa Marie Presley beteiligt ist, einen Teilerfolg errungen. Das Oberlandesgericht München entschied am Donnerstag, dass die Plattenfirma Arista Music Auskunft darüber geben muss, in welchem Umfang seit April 2008 in Deutschland Elvis-Titel veröffentlicht und verwertet wurden sowie über die damit erzielten Umsätze und Gewinne.

Damit ist nicht ausgeschlossen, dass die Elvis Presley Enterprises doch noch Nachzahlungen von der Plattenfirma bekommt. Die Höhe ist völlig offen. Das Gericht hat den Streitwert aber immerhin auf 3,34 Millionen Euro festgesetzt. Einen Termin für die abschließende Entscheidung gibt es noch nicht (Aktenzeichen 6U4999/11).

Elvis Presley Enterprises verwaltet den Nachlass des „King of Rock 'n' Roll“. Sie hat die Plattenfirma Arista Music (ehemals RCA Records) verklagt, die heute zu Sony gehört. Es geht um die Vermarktungsrechte an Songs wie „Heartbreak Hotel“, „Jailhouse Rock“ oder „Hound Dog“ in Deutschland.

Der Vorwurf: Elvis sei 1973 von seiner Plattenfirma über den Tisch gezogen worden und habe viel zu wenig an seiner Musik verdient. Damals hatte Elvis die Rechte an mehr als 1000 bis dahin aufgenommenen Songs an seine Plattenfirma RCA Records übertragen - für eine Einmalzahlung von damals 5,4 Millionen Dollar - heute umgerechnet rund 4 Millionen Euro.

Fast die Hälfte davon musste der „King“ anschließend an seinen Manager abgeben. Im November 2011 war Elvis Presley Enterprises mit den Forderungen vor dem Landgericht München gescheitert. Die Firma Elvis Presley Enterprises zog daraufhin in die nächste Instanz.

Die Entscheidung beim OLG war vier Mal verschoben worden - aus „dienstlichen Gründen“, unter anderem wegen der hohen Arbeitsbelastung des Senats. Ein Verkündungstermin war erstmals bereits im Januar angesetzt gewesen.

dpa

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