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José Carreras engagiert sich für Menschen, die an Leukämie erkrankt sind.

Tenor José Carreras erhält Ehrendoktorwürde

Saarbrücken - José Carreras wurde von der Universität des Saarlandes mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung verbindet der Tenor nicht nur seine erfolgreiche Karriere.

Der spanische Tenor José Carreras (65) ist am Montag mit der Ehrendoktorwürde der Universität des Saarlandes ausgezeichnet worden. Der Titel “Doctor philosophiae honoris causa“ gelte einem der ganz großen Opernsänger, erklärte der Leiter des Instituts für Musikwissenschaft, Rainer Kleinertz in Saarbrücken. Durch seine Interpretationen von Stücken wie Giuseppe Verdis “Don Carlos“ habe Carreras Maßstäbe gesetzt. Seine “dunkel timbrierte lyrische Tenorstimme“ zähle zu den schönsten des 20. Jahrhunderts.

“Ich freue mich über die Würdigung meiner musikalischen Arbeit durch eine Universität, mit der mich auch der Kampf gegen Leukämie verbindet“, sagte Carreras laut einer Mitteilung der Stiftung. Die Ehrendoktorwürde bedeute ihm sehr viel; “spiegelt sie doch zwei in meinem Leben wichtige und bestimmende Themen wider: Musik und die Überwindung der Leukämie.“

Die Karriere des Tenors begann in den 1970er Jahren und brachte ihn auf die größten Bühnen der Welt. 1987 erkrankte er an Leukämie. Die Krankheit und seine Genesung beschrieb er in seiner Autobiografie “Cantar con el alma“ (“Singen mit der Seele“).

Der Universität des Saarlandes ist der Sänger auch durch das Zentrum für Immun- und Gentherapie auf dem Homburger Campus verbunden: 2004 legte er den Grundstein für das nach ihm benannte Zentrum für Leukämieforschung. Unterstützt wurde das Haus durch die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung, die der Katalane 1995 ins Leben gerufen hatte.

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