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U2-Frontmann Bono.

Polizist kommt mit Dienstwaffe

Terror-Angst bei U2-Konzert: Halle evakuiert

Stockholm - Weil ein bewaffneter Mann in eine Stockholmer Konzerthalle eingedrungen war, musste ein Auftritt der irischen Rockband U2 abgesagt werden.

Die schwedische Tageszeitung "Aftonbladet" berichtete, das Sicherheitspersonal der Halle Ericsson Globe habe am Sonntagabend einen mit einer Faustfeuerwaffe bewaffneten Mann durchgelassen, der sich selbst als Polizist ausgegeben habe. Er habe erklärt, er habe vergessen, seine Waffe im Büro zu lassen. Dann verschwand er in der Arena. Die anschließend verständigte Polizei sperrte die Eingänge und ließ die Halle räumen, um nach dem Mann zu suchen, fand ihn jedoch nicht.

Tausende U2-Fans geduldeten sich bis 23.00 Uhr abends, bis klar war, dass ihre Idole nicht mehr auftreten würden. Einige waren extra aus Norwegen oder Frankreich angereist. "Wir haben drei Stunden gewartet, ohne zu wissen, was los ist", berichtete Sofia Hartz, die fünf Stunden aus dem südschwedischen Kalmar angereist war, um Sänger Bono und seine Mitstreiter zu hören. Auf den Sozialen Netzwerken posteten Fans Bilder der sich leerenden Halle.

Am Nachmittag stellte sich heraus, dass der Mann mit der Waffe tatsächlich ein Polizist war. Gegen ihn werde wegen eines Dienstvergehens und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, bestätigte die Dienststelle in Stockholm. Weder Leadsänger Bono (55) noch die Zuschauer seien bedroht gewesen.

U2 bedauerte auf seiner Website eine "Sicherheitslücke". Das Konzert soll nun am Dienstagabend nachgeholt werden.

Ab Donnerstag gastieren die Rocker in Berlin. Im Oktober geht es unter anderem nach Köln, Barcelona und London.

afp

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