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Madonna steckt mit dem Teufel unter einer Decke, glauben philippinische Bischöfe.

Megastar droht Boykott

"Teufelswerk": Bischöfe verdammen Madonna-Konzert 

Manila - Sie ist eine große Wohltäterin, aber weil sie auf der Bühne gerne die Sau rauslässt, hat Madonna (57) vor ihrem allerersten Konzert auf den Philippinen den Zorn der Kirche geweckt. 

Madonna, die derzeit auf ihrer Welttournee "Rebel Heart" ist, soll am Mittwoch und Donnerstag in Manila auftreten. Die dortige Arena der Mall of Asia mit 12.000 Plätzen war fast ausverkauft. Doch wenn es nach philippinischen Bischöfen geht, soll der Megastar vor leeren Stühlen singen.

Die Geistlichen haben ihre gläubigen Landsleute zum Boykott der Konzerte aufgerufen. Die Bühnenshows der US-Popdiva seien "subtile Attacken des Teufels", erklärte Erzbischof Ramon Arguelles am Mittwoch auf der Website der Bischofskonferenz. Er mahnte in Zusammenhang mit den geplanten Konzerten des US-Stars, Philippiner und "alle Menschen, die Gott lieben", sollten "die Sünde und die Gelegenheit zu sündigen meiden". 

Er frage sich, warum der mehrheitlich katholische Inselstaat "der Lieblingsort für Gotteslästerung" sei, fügte der Erzbischof hinzu. „Lasst uns beten, dass der Teufel es nicht schafft, dieses Maria liebende Volk mit seinen üblen Methoden zu umgarnen“, meinte der Oberhirte, der bereits einen Auftritt von Lady Gaga 2012 als "Satans Werk" verurteilt hatte.

Nackte Haut bei Popstars

Nackte Haut bei Popstars

Die Bischöfe auf den Philippinen sind bekannt für ihre konservativen Positionen. Rund 80 Prozent der 100 Millionen Philippinen sind Katholiken.

Madonna tut Gutes in Manila

Madonna besuchte vor ihren Konzerten in der philippinischen Hauptstadt ein Heim für missbrauchte oder ausgesetzte Kinder sowie ein katholisches Waisenhaus. Die auf der Bühne gerne freizügig und provokant gekleidete Sängerin war dieses Mal von Kopf bis Fuß in weite schwarze Kleider gehüllt.

Der US-Star habe mit den Kindern gespielt, getanzt und geplaudert, berichtete die Leiterin des Heims für Missbrauchsopfer, Lily Flordelis. "Die Kinder waren sehr glücklich, sie zu sehen."

In Asien hat's Madonna schwer 

Es ist nicht das erste Mal, dass Madonna auf dem Asien-Teil ihrer Tournee Kritik entgegenschlägt. Ein katholischer Bischof in Singapur rief dazu auf, ihr Konzert zu boykottieren, weil sie die Religion beleidige. Zudem zog Madonna den Ärger der chinesischen Führung auf sich, weil sie bei einem Auftritt in Taipeh die taiwanische Flagge um sich geschlungen hatte. Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.

dpa

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