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Niemand hörte auf Andrew Lloyd-Webber.

Musical-Papst

Lloyd-Webber warnte vor Theater-Katastrophe

London - Der Einsturz einer Decke im historischen Apollo-Theater, bei dem Dutzende Zuschauer verletzt worden waren, hat Musical-Papst Andrew Lloyd Webber nicht überrascht.

Der Einsturz einer Decke im Londoner Apollo-Theater am vergangenen Donnerstag hat eine Diskussion über den Bauzustand der Londoner Bühnenhäuser ausgelöst. Der „Daily Mirror“ veröffentlichte am Samstag Zitate von Musical-Papst Andrew Lloyd Webber, der schon vor 13 Jahren auf die miserable Bausubstanz hingewiesen hatte. Damals hatte Lloyd-Webber den Zustand des Apollo und eines weitere Theaters als „schockierend“ bezeichnet.

Lloyd-Webber hatte das Apollo im Jahr 2000 erworben, 2005 aber wieder verkauft. Er habe versucht, eine Genehmigung zum Abriss zu erhalten. Diese sei ihm aus denkmalschützerischen Gründen verweigert worden. Das Apollo-Theater war im Jahr 1901 mitten im Londoner Theater-Distrikt Westend eröffnet worden. Die letzte grundlegende Renovierung fand im Jahr 1932 statt.

Unglück in London: Theater-Decke stürzt ein

Unglück in London: Theater-Decke stürzt ein

Am Donnerstag waren rund zehn Quadratmeter der Gipsdecke herabgefallen, während mehr als 700 Besucher in dem Theater saßen. Rund 80 Menschen wurden verletzt. Die Behörden überprüften daraufhin 52 weitere Theater in London. Die große Furcht der Londoner Theaterszene ist, dass vor allem Besucher aus dem Ausland aufgrund der erschreckenden Nachrichten auf einen Besuch verzichten könnten. Bisher wurden kein Haus geschlossen.

Die Behörden suchen weiterhin fieberhaft nach der Ursache für den Defekt. Eine mögliche Erklärung war zunächst, dass ein schweres Gewitter und der damit verbundene Eintritt von Wasser das Gebäude destabilisiert haben könnte. Zeugen hatten Tropfgeräusche vernommen, bevor die Decke herabstürzte.

dpa

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