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Raphaela Gottschalk freut sich auf ihre eigene TV-Sendung.

„Thomas freut sich für mich“

Talkshow für Gottschalks Schwester Raphaela

München - Mit 57 Jahren im Fernsehen durchstarten? Gottschalk-Schwester Raphaela Ackermann macht’s vor! Im Interview spricht Sie über ihr eigenes TV-Format und was ihr berühmter Bruder dazu sagt.

Sie hat beim Münchner Sender Welt der Wunder TV (frei empfangbar über Satellit oder Kabel) seit Anfang Juli ihr erstes eigenes TV-Format: die Talkshow Raphaela Ackermann, in der sie täglich von 16 bis 17 Uhr einen Gast begrüßt. Zehn Folgen sind im Kasten, pro Jahr sind zwischen 60 und 80 Sendungen geplant. Wir haben die dreifache Mutter (ihre Kinder sind zwischen 24 und 29 Jahre alt), die neben ihrem Job als Moderatorin in einem Geschäft für Damenmode und Einrichtung in Starnberg als Verkäuferin arbeitet, zum Interview getroffen.

Frau Ackermann, Sie haben nicht nur eine eigene Talkshow bei Welt der Wunder TV, Geschäftsführer Hendrik Hey hat sie unlängst als das Gesicht des Senders vorgestellt. Macht Sie das ein bisschen nervös? 

Raphaela Ackermann: „Es ist spannend für mich, aber Lampenfieber habe ich keines. Was sagt Ihre Familie zu Ihrem neuen TV-Engagement? 

Ackermann: Sie sagen, ich sei nicht aufzuhalten und es sei zwecklos, mich bändigen zu wollen (lacht). 

Und Ihr Bruder Thomas Gottschalk?  

Ackermann: Er freut sich für mich und wünscht mir alles Gute und viel Erfolg. 

Haben Sie ihn schon eingeladen – als Talkshowgast ist er doch für alle Moderatoren erste Wahl…?  

Ackermann: Nein, ich werde ihn nicht einladen. Dafür steht er mir privat zu nahe. Das wäre dann doch ein zu persönliches Gespräch. 

Wen hätten Sie in Ihrer Sendung sonst gerne zu Gast? 

Ackermann: Ich bin offen für alles. Und wachse mit meinen Herausforderungen. Jeremy Irons finde ich zum Beispiel toll. Aber so weit sind wir noch nicht, dass wir die Briten über den Kanal holen können. Ich mag auch Sean Connery und Gerard Depardieu. 

Was erwartet die Gäste in Ihrer Talk-Show? 

Ackermann: Ich führe Gespräche mit Persönlichkeiten, die man kennt, aber auch mit Menschen, die man unbedingt kennenlernen sollte. Das Besondere ist, dass man sich einem, und wirklich nur einem Gast eine Stunde lang widmet. Man lernt den Gast intensiver kennen und nicht nur 08/15. Bei mir lenkt der Gast das Gespräch. Es gibt keinen abgesprochenen Fragenkatalog, das Gespräch entwickelt sich von selbst. Und jeder Gast entscheidet, worüber er reden möchte und worüber nicht. 

Wie sind Sie überhaupt zum Fernsehen gekommen? 

Ackermann: Ich bin ja schon seit Langem in Kontakt mit dem Fernsehen – aus familiären Gründen. Frank Elstner war vor einigen Jahren der Erste, der mich eingeladen hat, eine eigene Sendung zu machen. Damals war die Zeit aber noch nicht reif dafür. Aber jetzt sind die Kinder abgeschwirrt, und dieses Format war einfach perfekt für mich. 

Mit 57 Jahren ins Fernsehen – da hören andere schon wieder auf … 

Ackermann: Für mich ist es das perfekte Alter. In diesem Alter kommt die Gelassenheit. Man hat mehr Souveränität und kann leichter auf unerwartete Situationen eingehen. Ich habe jung geheiratet und innerhalb von fünf Jahren drei Kinder bekommen. Jetzt bin ich beruflich aufgewacht.

Andrea Vodemayr

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