Timberlake räumt bei MTV-Awards ab

Las Vegas - Justin Timberlake hat bei der Verleihung der MTV Video Music Awards in der Nacht zum Montag abgeräumt. Mit vier Trophäen, darunter als bester männlicher Künstler des Jahres, war er der große Sieger der Show, die zum ersten Mal in Las Vegas über die Bühne ging.

Seine Ex-Freundin Britney Spears hat bei der Verleihung der MTV Video Music Awards schon häufig für Aufsehen gesorgt. Vor sieben Jahren strippte Amerikas Pop-Prinzessin auf der Bühne, 2002 trat sie mit einer Riesenschlange auf, ein Jahr später knutschte sie mit Madonna.

Auch in der Nacht zum Montag, bei der 24. Vergabe der Musikvideopreise live aus der Casinostadt Las Vegas, schockierte die 25-Jährige ihre Fans. Was die Veranstalter als "sehr großen und dramatischen Auftakt" angekündigt hatten, war allerdings ein lustloser, ungelenker Auftritt in Glitzer-BH, Hot-Pants und Stiefeln zu den Tönen ihres neuen Songs "Gimme More". Mehr um die Frisur als um den Takt besorgt, strich Spears ihre blonden Strähnen immer wieder hinters Ohr. Dass ihre Lippenbewegungen mitunter nicht zum Playback passten, war die Krönung des misslungenen "Comebacks".

Die Komikerin Sarah Silverman holte gleich zum vernichtenden Schlag aus. "Ist sie nicht unglaublich", frotzelte die Moderatorin. "Sie ist erst 25 Jahre alt und hat schon alles erreicht, was sie je in ihrem Leben erreichen wird." Rapper Kanye West meckerte schon vor der Show: "Ich kann es gar nicht glauben, dass sie auftreten wird. Seit Jahren hat sie keinen Hit produziert." Was Spears verpatzte, machte ihr Ex-Freund Justin Timberlake gleich mehrfach wieder wett.

Mit vier Auszeichnungen, darunter als bester männlicher Künstler des Jahres und für die Regie seines Videos "What Goes Around...Comes Around" war er der große Sieger des Abends. Timberlake konnte auch die Trophäe - den so genannten "Moon Man", einen silbernen Astronauten auf einem Sockel - in der Kategorie "Quadruple Threat of the Year" entgegennehmen. Damit wurden erstmals die Allround-Verdienste eines Künstlers in den Bereichen Musik, Mode, Schauspiel und Tanz honoriert.

Rihanna holte sich mit ihrem Hit "Umbrella" gleich zwei Trophäen für "Monster Single of the Year" und den begehrtesten Preis des Abends, für das beste Video. Shakira und Beyoncé wurden für ihre gemeinsame Aufnahme von "Beautiful Liar" für die "Most Earthshattering Collaboration" ausgezeichnet. Fergie gewann den Preis als beste Künstlerin des Jahres, Fall Out Boy wurde zur besten Gruppe gewählt. In der Kategorie "Bester Neuer Künstler" konnten sich die Gym Class Heroes unter anderem gegen Amy Winehouse und Carrie Underwood durchsetzen.

Den sinkenden Einschaltquoten der vergangenen Jahre setzten die MTV-Macher ein fetzigeres Format entgegen. Die von früher drei auf zwei Stunden gekürzte Show war mit Live-Einblendungen aus Party-Suiten gespickt. Statt auf der großen Bühne zu stehen, rappten und rockten Kanye West, 50 Cent, die Foo Fighters und Justin Timberlake in eigenen Räumen, von ihren Fans umlagert. Nach Shows in Los Angeles, Miami und New York wurden die Preise erstmals in "Sin City", der "Sünden-Stadt" Las Vegas verliehen. Es gab keine zu heißen Auftritte oder Einblicke, die Medienkontrollbehörde FCC auf den Plan gerufen hätten. Doch hinter und vor den Kulissen flogen die Fetzen.

Die seit Jahren verfeindeten Rocker Tommy Lee und Kid Rock, beides Ex-Ehemänner der "Baywatch"-Blondine Pamela Anderson, gingen während der Show mit Fäusten aufeinander los. Lee wurde prompt zum Ausgang eskortiert. Timberlake übte offene Kritik an dem Musiksender MTV. "Ich fordere MTV dazu auf, mehr Videos zu zeigen!", sagte der große Gewinner des Abends. Keiner wolle so viele Reality-Shows sehen. Rapper Kanye West wetterte beim Rausgehen, er werde nie mehr zu der Preisverleihung erscheinen. Der fünffach nominierte Musiker war - wie schon im vergangenen Jahr - leer ausgegangen.

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