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Die US-Komikerin Joan Rivers ist im September nach einer Stimmband-Operation gestorben.

Fehler der Klinik

Tod von Joan Rivers: Selfie mit narkotisiertem Star

New York - Sie starb nach einer Stimmband-OP: Dem Tod von US-Komikerin Joan Rivers sind nach einem amtlichen Bericht mehrere Fehler des Klinikpersonals vorangegangen.

Dem Tod von US-Komikerin Joan Rivers nach einer Stimmband-Operation sind einem amtlichen Bericht zufolge mehrere Fehler des Klinikpersonals vorausgegangen. Zu diesem Schluss kommt die New Yorker Gesundheitsbehörde, wie US-Medien am Montag (Ortszeit) berichteten.

Unter anderem beanstandet die Behörde, dass das Krankenhaus den immer schlechteren Zustand Rivers' nicht bemerkt und behandelt habe.

Außerdem versäumten es die Mitarbeiter, die Patientin zu wiegen, um die richtige Dosis für das Narkosemittel bestimmen zu können. Außerdem habe Rivers nicht alle nötigen Einverständniserklärungen unterzeichnet. Im OP-Saal sei außerdem ein Foto mit dem narkotisierten US-Star geschossen worden, berichtet der Sender CNN.

Tochter will Ärzte und Krankenhäuser verklagen

Der Report identifiziere Joan Rivers' Namen zwar nicht, allerdings stimmen Geburtsdatum, Behandlungsmethoden und Tag der Einlieferung ins Krankenhaus mit ihren Daten überein.

Die Tochter der Komikerin, Melissa Rivers, sei „schockiert über das Fehlverhalten vor, während und nach dem Eingriff“, heißt es in einem Statement. Die Moderatorin hatte während der Operation Ende August zu wenig Sauerstoff bekommen, was zu einem Hirnschaden führte. Die 81-Jährige fiel ins Koma und starb eine Woche später. Ihre Tochter hatte bereits mehrfach angekündigt, behandelnde Ärzte und Krankenhäuser auf Millionensummen verklagen zu wollen.

Die 1933 geborene Rivers war in den USA seit den 60er Jahren ein Star und stand im Mittelpunkt mehrerer Serien und Talkshows. Sie galt wegen ihrer progressiven und häufig derben Gags als eine der fortschrittlichsten Komikerinnen der USA. Deutsche Zuschauer sahen sie in kleineren Rollen unter anderem in der Komödie „Die Muppets erobern Manhattan“ (1984) und in dem Actionfilm „Iron Man 3“.

Rivers hatte sich zeitlebens häufig in die Hände von Schönheitschirurgen begeben, dies aber nie geleugnet und oft in Witzen verarbeitet.

dpa

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