Todkranker Fürst Rainier: Albert übernimmt Regentschaft

- Monaco - Kronprinz Albert von Monaco (47) hat die Regentschaft des todkranken Fürsten Rainier III. übernommen. Das teilte der Fürstenpalast in Monaco mit.

<P>Der seit zehn Tagen auf der Intensivstation in Monaco behandelte Fürst (81) könne die Amtsgeschäfte nicht mehr ausüben, heißt es in der Mitteilung. Nach offiziell nicht bestätigten Berichten hat sich der Zustand des Fürsten plötzlich noch weiter verschlechtert und die ihn behandelnden Ärzte in der Spezialklinik zu einer erneuten Blutwäsche veranlasst.</P><P>Die Entscheidung, die Regentschaft an Albert zu übergeben, fällte der siebenköpfige Thronrat, ein hochrangiges, vom Fürsten selbst ernanntes Beratergremium des jeweiligen Regenten. Der Thronrat informierte Prinz Albert, bevor er entschied und dies bekannt gab.</P><P>Durch die schwere Krankheit des Fürsten war in Monaco ein politisches Machtvakuum entstanden, das der 47-jährige Albert ausfüllen soll. Fürst Rainier III. war am 7. März mit einer Lungenentzündung in die monegassische Klinik gebracht worden.</P><P>Ein Abdanken sei in der Verfassung nicht vorgesehen, hatte Rainier selbst vor Jahren in einem Interview gesagt. Die Nachfolge trete erst mit dem Tod ein, "oder wenn man feststellt, dass der herrschende Fürst nach körperlichen, medizinischen Gesichtspunkten nicht in der Lage ist zu regieren". Rainier III. regierte das Fürstentum seit 1949 und war der dienstälteste Souverän nach Thailands König Bhumibol.</P><P>Der seit mehr als zehn Jahren immer wieder erkrankte Rainier liegt mit äußerst schwachen Nieren-, Herz und Lungenfunktionen auf der Intensivstation der Spezialklinik. Die Nachfolgefrage hat Rainier schon vor langer Zeit geregelt. Albert hatte in den vergangenen Jahren mehr und mehr das Fürstentum vor allem im Ausland vertreten. Er bereite sich "sehr gut" auf die Nachfolge vor, lobte ihn Rainier.</P><P>Konkrete Vorbereitungen auf den Todesfall gab es nach offiziellen Angaben bisher nicht. Die Geschäfte würden dann aber ihre Läden herunterlassen, Staatsdiener in schwarzer Kleidung arbeiten. "Was auch immer passiert", das ATP-Masters-Tennisturnier von Monte-Carlo vom 9. bis 17. April werde stattfinden, hatte der Fürstenpalast zuvor mitgeteilt.</P>

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