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Tourt mit seiner Band durch Deutschland: Tom Schilling fühlt sich als Sänger auf der Bühne „vollkommen nackt“.

Schauspieler über seine Musikkarriere

Tom Schilling im tz-Interview: „Du stehst vollkommen nackt da“

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München - Tom Schilling hat sich ein zweites Standbein aufgebaut. Der Schauspieler bringt mit seiner Band das erste Musikalbum heraus. Im Mai tritt er in München auf.

Als Schauspieler muss sich Tom Schilling (35) nicht mehr beweisen. Bei den Dreharbeiten zu Jan Ole Gersters Film „Oh Boy“ (tz-Rosenstrauß) lernte er 2012 die Jazz Kids kennen. Jetzt gibt’s das gemeinsame Debütalbum Vilnius. Wir sprachen mit dem 35-Jährigen.

Herr Schilling, das Songschreiben haben Sie sich selbst beigebracht. Wie lief das ab?

Tom Schilling: Mein guter Freund Jan Ole Gerster schenkte mir mit Anfang 20 eine Gitarre. Damals hatte ich noch nicht drei Kinder und viel Freizeit neben meinem Beruf als Schauspieler. Ich fing an, mir Gitarre beizubringen. Schon davor hatte ich angefangen, Gedichte zu schreiben, manchmal ein bisschen peinliche, Liebesgedichte und so. Irgendwann merkte ich, dass das Songs werden könnten. Mit meinen rudimentären Möglichkeiten habe ich dann Gitarre dazu gespielt und merkte: Das macht Spaß.

Das Album ist ernsthaft…

Schilling: Ich weiß, dass es schwere Musik ist. Wenn man sich darauf einlässt, ist sie extrem vereinnahmend. Das ist vielen Menschen zu anstrengend. Aber es gibt vielleicht auch Leute, die genau das in der Popmusik vermissen.

Wie ist es als erfahrener Schauspieler, plötzlich als Sänger auf der Bühne zu stehen?

Schilling: Es ist schwieriger. Du stehst vollkommen nackt da. Du musst den Abend mit dir selbst und aus dir selbst heraus füllen. Wenn du da eine Ablehnung erfährst, dann ist die auch persönlich.

Lesen Sie Kritiken?

Schilling: Ja, weil ich zu neugierig bin. Was mich treibt, ist auch, etwas über mich selber herauszufinden. Das kann man am besten, wenn man von außen betrachtet wird. Und wenn mich jemand total doof findet, ist da im Kern vielleicht manchmal etwas Wahres dran.

Interview: Katrin Hildebrand

7. Mai, 21.30 Uhr, im Strom; Karten-Tel. 54 81 81 81.

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