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Sara vor den begeisterten Schülern.

Topmodel Sara ruft Schüler zu Spendenaktionen auf

Schweinfurt - Mit kreativen Aktionen sollen Schüler nach dem Wunsch von "Germany's Next Topmodel"-Siegerin Sara Nuru Kinder im bitterarmen Äthiopien unterstützen.

Bei einem Besuch in einer katholischen Mädchenschule in Würzburg rief die 20-Jährige am Donnerstag die Schülerinnen dazu auf, Ideen zu entwickeln, um Geld zu sammeln - "damit die Menschen dort einfach die Chancen haben wie wir". Auch an einem Schweinfurter Gymnasium hatte Sara, die Botschafterin der Karlheinz-Böhm-Stiftung "Menschen für Menschen" ist, zuvor das Jugendprojekt "Generation ABC-2015" präsentiert.

Mit dem Bildungsprojekt sollen Schulen in dem ostafrikanischen Land gebaut werden. Ziel sei es, dass bis zum Jahr 2015 mehr Menschen in Äthiopien lesen und schreiben können. Derzeit können dort etwa 40 Prozent der Kinder keine Schule besuchen.

Sara hatte im Mai die vierte Staffel der Fernsehsendung "Germany's Next Topmodel" gewonnen. Bereits vor ihrem Erfolg in der ProSieben-Show war die Tochter äthiopischer Einwanderer von der Hilfsorganisation als Botschafterin gewonnen worden. Sara, die in Erding bei München geboren wurde, erzählte den begeisterten Schülern auch von ihrer Reise Anfang September in das Heimatland ihrer Eltern.

"Ich konnte die ganze Woche nicht duschen, was zuerst eklig ist, aber man gewöhnt sich dran, weil die anderen das ja auch nicht machen", berichtete die 20-Jährige, die in einem Gemeindehaus der Hilfsorganisation übernachtet hatte. "Es gab aber eine Toilette mit Klobrille, was dort nicht üblich ist." Die Armut der Menschen habe sie sehr berührt.

"Wäre ich nicht nach Deutschland gekommen, wäre ich einer von ihnen", sagte sie mit Blick auf etwa 50 Schulkinder, die in einer heruntergekommenen, dunklen Hütte unterrichtet würden. "Man kann etwas verändern. Ich brauche die Unterstützung von Euch allen", rief Sara den Acht- und Neunklässlerinnen zu. Sie könnten unter anderem mit Basaren, Flohmärkten oder Benefizkonzerten Geld für Äthiopien sammeln.

dpa

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