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Die echte Michelle.

Party-Skandal: Transsexueller statt Schlagerstar Michelle

Simbach: Riesen-Party-Panne in Simbach (Kreis Rottal-Inn): Dort war im Szenelokal Lokschuppen der Schlagerstar „Michelle“ groß angekündigt worden. Doch der Auftritt entwickelte sich anders als gedacht.

Nun amüsiert sich ganz Niederbayern: Wie die Passauer Neue Presse berichtet, war die Gage bezahlt, der Star auch eingetroffen, doch es war nur ein dürftiges Double – und dazu ein Mann!

„Wo ist Michelle?“ hatte Veranstalter Herbert Suttner an jenem Abend vergangenes Wochenende gefragt. „Ist schon oben“, antwortete der österreichische Manager des „Stars“ zu ihm. „Das war doch nicht Michelle!“ sagte Suttner gleich fassungslos, doch der Manager pochte darauf. Auf der Rechnung sei sogar das Foto der echten Sängerin abgebildet gewesen, und – wie blöd – die vierstellige Summe hatte der Lokschuppen auch schon bezahlt.

Doch „Michelle“ kam schließlich gar nicht dazu, ihre Melodien zu flöten. Das Sicherheitspersonal brachte sie samt Manager dazu, das Lokal zu verlassen. Das enttäuschte Publikum erhielt als Entschädigung einen Gutschein für einmal freien Eintritt. Nach dem peinlichen Abend schaute sich Suttner noch einmal die Internetseite genauer an, aufgrund deren Angaben „Michelle“ engagiert worden war. Beim genauen Hinschauen wurde klar: Hier handelt es sich tatsächlich um eine „Natascha Moreno“ – mit, nun ja, äußerst männlichen Zügen …

Lokschuppen-Inhaber Helmut Zeiler kündigte an, gegen die falsche Michelle rechtlich vorzugehen. Auch das Management des echten Stars will laut PNP der Sache nachgehen.

Übrigens soll „Natascha Moreno“ noch einiges mehr auf dem Kerbholz haben. Die Salzburger Nachrichten berichteten vor einigen Jahren über den „Einsturz einer Scheinwelt – Transsexueller als ,Luxus-Lady“. Natascha sei demnach ein Mann namens Florian M. (27) aus Oberösterreich, der sich zur Frau umoperieren ließ und über Internet-Deals bei einem Weinbauern 152 000 Euro erschwindelte. Mit dem Geld übernachtete „sie“ in Suiten, fuhr Taxi, bestellte Blumensträuße. Laut den Zeitungsberichten wurde die „Lady“ 2005 zu zwei Jahren Haft verurteilt.

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