"Traumhochzeit" mit Missklängen

- Bracciano/Rom - "Traumhochzeit" im Verborgenen: Mit einem Missklang wegen allzu großer Geheimhaltung ist die Trauung von Hollywoodstar Tom Cruise (44) und Katie Holmes (27) im italienischen Bracciano zu Ende gegangen.

Die Bürgermeisterin des Ortes, Patrizia Riccioni, kritisierte, dass die "Brautleute sich nicht einmal einen Augenblick der Öffentlichkeit präsentierten". Viele Fans zeigten sich am Samstag enttäuscht, weil sie nicht einmal einen kurzen Blick auf die Gäste werfen konnten, darunter Filmgrößen wie Jennifer Lopez und Will Smith, Brooke Shields und Jim Carrey sowie VIPs wie David und Victoria Beckham oder Georgio Armani.

"200 Gäste sind in Bracciano, aber niemand schafft es, sie zu sehen", monierte das staatliche italienische Fernsehen. Den Angaben zufolge wurden die Exklusivrechte an den TV-Bildern für das Spektakel für zwei Millionen Dollar verkauft. Allerdings blieben viele Stars wie etwa George Clooney oder Steven Spielberg aus, die zuvor angekündigt worden waren.  

Es ist die dritte Hochzeit von Tom Cruise ("Top Gun", "Mission: Impossible"), der zuvor bereits mit den Schauspielerinnen Mimi Rogers und Nicole Kidman verheiratet gewesen war. Immer wieder hieß es, mit einer glanzvoll inszenierten Feier sollte das derzeit ramponierte Image von Cruise aufpoliert werden. Wie das italienische Fernsehen berichtete, gab sich das Paar nach dem Ritus der Scientology- Organisation das Ja-Wort. "Dabei schenkte Cruise seiner Braut nach Sitte der Sekte einen Kochtopf, einen Kamm und eine Katze." Abschluss der Feier war ein prächtiges Feuerwerk.

Die Party fand im mittelalterlichen Schloss von Bracciano statt. Zeitweise war die halbe Stadt abgesperrt, so dass die Fans nicht einmal die anfahrenden Stars sehen konnten. Kameraleute hatten zuvor 1000 Euro für einen Fensterplatz mit Blick auf die Burg ausgegeben. Selbst das Menu blieb zunächst ein Geheimnis. Entgegen Ankündigungen habe der Startenor Andrea Bocelli, der unter den Gästen war, nicht das bekannte Lied "Ave Maria" nach der Trauung gesungen, sondern eine Serenade.  

Unwidersprochen sind dagegen Berichte über ein pikantes Detail des Ehevertrages, mit dem "Cruise & Holmes" sich vom Fremdgehen abhalten wollen: Demnach müsse derjenige fünf Millionen Dollar Strafe zahlen, wer im ersten Ehejahr einen Seitensprung begeht.

Nach italienischen Fernsehberichten wird das Paar in der kommenden Woche in Las Vegas auch noch standesamtlich heiraten. Nach US-Recht sei dies bei im Ausland geschlossenen Ehen von US-Bürgern nötig, hieß es.

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